Briten, Dänen und USA als Unterstützer
Nach dem Eingreifen der französischen Armee im afrikanischen Mali befasst sich am Montag der UNO-Sicherheitsrat mit dem Konflikt. Frankreich berief das Treffen laut eigenen Angaben „zur Information und für einen Meinungsaustausch“ ein. Außenminister Laurent Fabius sagte, sein Land habe bei dem Einsatz die „praktische Unterstützung“ mehrerer europäischer Partner sowie der USA.
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Die französische Luftwaffe unterstützt seit Freitag die malischen Streitkräfte in ihrem Kampf gegen Islamisten, die den Norden des Landes kontrollieren und letzte Woche auch in den Süden vorstoßen wollten. Laut Frankreichs Staatschef Francois Hollande wurde der Vormarsch gestoppt. Am Sonntag griff die französische Luftwaffe erstmals Ziele in den Hochburgen der Rebellen im Norden an. In Frankreich selbst wurden aus Furcht vor Anschlägen islamistischer Gruppen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.
Anfang von breiterer Unterstützung?
Das Treffen des UNO-Sicherheitsrats ist für 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) angesetzt. Paris möchte die Entsendung von 3.300 Soldaten der Westafrikanischen Staatengemeinschaft (ECOWAS) beschleunigen. Der Sicherheitsrat hatte ihre Entsendung im Dezember grundsätzlich gebilligt, ein Einsatz wurde aber zunächst erst für September erwartet. Angesichts des Vorstoßes der Islamisten hatte die ECOWAS am Freitag die umgehende Entsendung von Truppen beschlossen. Wann die ersten Einheiten eintreffen sollen, ist aber unklar.
Der UNO-Sonderbeauftragte für die Sahelzone, Romano Prodi, verteidigte die französische Offensive in Mali. „Frankreich hat auf Basis einer breiten Übereinstimmung eingegriffen“, sagte Prodi der deutschen „Welt“ (Montag-Ausgabe). „Die Angst vor dem islamischen Terrorismus wird von allen geteilt.“ Aus Deutschland gibt es bereits Signale, sich im Falle eines offiziellen EU-Mandats der Außenbeauftragten Catherine Ashton ebenfalls an einer Mali-Mission zu beteiligen, allerdings nicht mit Kampftruppen.
Obama gesteht Somalia-Hilfe ein
Fabius verwies seinerseits bei den unterstützenden EU-Staaten namentlich auf Großbritannien und Dänemark beim Lufttransport. Zudem leiste Washington Hilfe bei der Kommunikation und beim Transport, sagte er im Rundfunk. US-Präsident Barack Obama bestätigte unterdessen, dass die USA Frankreich auch bei dem Versuch geholfen haben, einen französischen Staatsbürger aus den Händen von Islamisten in Somalia zu befreien. Die Hilfe bei der gescheiterten Aktion sei aber „begrenzt“ gewesen, sagte Obama am Sonntag in einem Schreiben an den Kongress. „US-Kampfflugzeuge traten kurzzeitig in somalischen Luftraum ein.“ Die Maschinen hätten aber „ihre Waffen während der Operation nicht eingesetzt“.
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