70 Bootsflüchtlinge vor Spanien und Marokko gerettet

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Rettungskräfte haben in der Meerenge von Gibraltar und vor der Küste Marokkos gestern insgesamt 70 Flüchtlinge aufgegriffen. In den spanischen Gewässern griffen die Einsatzkräfte ein Boot mit zehn aus Afrika stammenden Männern auf, die die spanische Küste erreichen wollten, wie ein Sprecher der Rettungskräfte sagte. Die meisten von ihnen seien unterkühlt gewesen.

Die marokkanischen Behörden retteten demnach 60 Menschen aus sieben Schlauchbooten, darunter fünf Frauen und fünf Kinder, die versucht hatten, auf das spanische Festland zu gelangen.

Zunahme an Flüchtlingen

Die Versuche von Flüchtlingen, über das Meer die spanische Küste zu erreichen, hatten in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Erst am Donnerstag waren 29 Menschen aus Schlauchbooten vor der spanischen Küste gerettet worden, etwa 30 weitere in den Tagen zuvor.

Allein im Oktober hatte das spanische Rote Kreuz 325 Flüchtlinge gerettet. In den neun Monaten zuvor waren es insgesamt rund 500. Ende Oktober starben zudem 16 Flüchtlinge beim Versuch, von Marokko aus Spanien zu erreichen.

Die spanischen Behörden hatten noch im Oktober erklärt, es sei davon auszugehen, dass die Flüchtlingszahlen mit Beginn des Winters abnehmen würden.