Weniger Verkehrstote durch Krise in Spanien

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Positiver Nebeneffekt der Krise: Die wirtschaftliche Misere hat in Spanien einen Rückgang der Zahl der Verkehrstoten bewirkt. Nach Angaben der zentralen Verkehrsbehörde DGT sank die Zahl der Opfer tödlicher Verkehrsunfälle in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf rund 1.000. Der Grund: Die Spanier fahren weniger und langsamer Auto, um Benzinkosten zu sparen.

Wie die Zeitung „El Pais“ heute berichtete, hatte die Behörde am letzten Wochenende im Oktober erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen in ganz Spanien nur einen Verkehrstoten registriert. „Das war ein historisches Ereignis“, sagte ein DGT-Beamter der Zeitung. In vergangenen Jahren sei es vorgekommen, dass an einem Wochenende in Spanien 40 bis 50 Menschen auf den Straßen ums Leben gekommen seien.

Die Stiftung für Verkehrssicherheit (Fesvial) hatte kürzlich in einer Studie festgestellt, dass die Spanier seit Beginn der Krise drei bis vier Prozent weniger Autofahrten unternehmen. Zudem habe sich das Fahrverhalten geändert: Die Spanier seien mit dem Auto im Durchschnitt weniger schnell unterwegs als früher, weil sie die Benzinkosten möglichst niedrig halten und sich Strafmandate ersparen wollten.