Waffenstillstand vor islamischem Fest
Unter Vermittlung Ägyptens sollen sich Israel und die Hamas auf eine Waffenruhe geeinigt haben, wie Medien berichten. Zuvor waren rund 80 Raketen aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Israel reagierte mit Luftangriffen.
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Seit Montag schlugen auf israelischer Seite rund 80 Raketen ein, beschädigten Häuser und verletzten fünf Menschen. Als Antwort beschossen israelische Flugzeuge Stellungen der Hamas und töteten mindestens vier Menschen. Die Schulen auf beiden Seiten der Grenze wurden geschlossen. Der Grenzübergang Kerem Schalom zum Gazastreifen wurde wegen akuter Terrorwarnungen abgeriegelt.
Hamas will friedliches Opferfest
Wie die BBC aus Hamas-Kreisen berichtete, soll die Waffenruhe mindestens über das Wochenende aufrecht bleiben. In Gaza beginnen am Freitag die Vorbereitungen auf das Opferfest (Id al-Adha) - mehr dazu in religion.ORF.at. Zu Details der Waffenruhe und wie lange sie aufrecht bleiben soll, ist noch nichts bekannt.

APA/EPA/EDI Israel
Ein israelisches Haus wurde von einer Granate beschädigt
Die Situation spitzte sich seit Anfang der Woche immer mehr zu. Am Montag schlugen rund 40 Raketen auf israelischem Gebiet ein. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte nach einem Treffen mit dem Nahost-Gesandten Tony Blair: „Die Hamas schießt Raketen auf uns und wird dabei vom Iran unterstützt.“ Israel werde das nicht dulden. Eine Bodenoffensive stand bereits im Raum. Nach palästinensischen Angaben drang die israelische Armee mit gepanzerten Fahrzeugen und Bulldozern etwa 500 Meter in den Gazastreifen vor.
Auch Mittwochvormittag dauerten die heftigen Raketenangriffe auf Israel an. Wieder schlugen Raketen und Mörsergranaten im Grenzgebiet ein, meldeten israelische Medien. Dabei wurden drei ausländische Arbeiter verletzt, zwei davon schwer. Vier Häuser seien direkt getroffen worden, meldete der israelische Rundfunk.

AP/Ariel Schalit
Raketenangriff auf eine israelische Stadt
EU mahnt zu „Zusammenarbeit“
Vor dem Hintergrund der Eskalation traf die EU-Außenbeauftragte Catherine Asthon am Mittwoch in Jerusalem mit israelischen Regierungsvertretern, darunter mit Netanjahu und Präsident Schimon Peres, zusammen. Von den Gesprächen wurde nichts bekannt. Peres bezeichnete die Raketenangriffe auf Israel nach dem Treffen mit Ashton als „inakzeptabel“. Ashton habe angesichts der Eskalation „Zusammenarbeit und Verhandlungen“ gefordert, hieß es weiter.
Am Abend kam Ashton mit dem palästinensischen Regierungschef Salam Fajjad in Ramallah im Westjordanland zusammen. Am Donnerstag trifft sie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Die Hamas, die der Gewalt gegen Israel nicht abschwören will, ist im Gegensatz zur Palästinenserführung in Ramallah kein Ansprechpartner des Westens.
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