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„Zerstörung von Amerika“ als Ziel

Die US-Polizei hat einen Sprengstoffanschlag auf die Zentralbank in New York verhindert. Mit einer rund 450 Kilogramm schweren Bombe in einem Kleinlaster hatte ein 21 Jahre alter Mann das Gebäude der Notenbank Fed nahe der Südspitze Manhattans am Mittwoch in die Luft jagen wollen, teilte das FBI in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) mit.

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Der Plan sei aber bereits im Vorfeld bekannt gewesen und der Sprengstoff unschädlich gemacht worden, unterstrich die US-Bundespolizeibehörde. Es habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden. Die Öffentlichkeit wurde gleichzeitig mit der gerichtlichen Verhängung von polizeilicher Untersuchungshaft über den 21-Jährigen informiert. Er muss sich wegen des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe sowie Kontakten zum Terrornetzwerk Al-Kaida verantworten.

Seit Jänner in New York mit Planung beschäftigt

Der aus Bangladesch stammende Mann, der im Jänner in die USA gereist war und im New Yorker Stadtteil Queens gelebt hatte, hatte den Kleinlaster am Mittwochvormittag vor dem Gebäude der Zentralbank geparkt. Er sei davon ausgegangen, dass er eine Bombe in dem Wagen habe, und habe versucht, diese explodieren zu lassen, teilte das FBI mit. Der Mann habe bei dem Haftprüfungstermin keinen Antrag auf eine Entlassung gegen Kaution gestellt. Jetzt bleiben den Behörden 30 Tage, um einen formellen Haftbefehl zu verhängen.

Wohnung des verhafteten Mannes, der das Gebäude der Federal Reserve Bank in die Luft sprengen wollte

AP/Kathy Willens

Die Wohnung in Queens, wo der Verhaftete gewohnt hat

Die Behörden seien dem Mann schon länger auf der Spur gewesen und hätten im Rahmen einer verdeckten Operation über Geheimagenten Kontakt zu ihm aufgenommen, teilten die Behörden mit. Anstelle des Sprengstoffs hätten sie eine Bombenattrappe in dem Kleinlaster untergebracht. Ein Geheimagent, der sich als vermeintlicher Komplize eingeschleust habe, sei bei der Fahrt dabei gewesen. Die Festnahme erfolgte demnach in unmittelbarer Nähe der Zentralbank.

Auch andere Ziele in Erwägung gezogen

Der Mann sei einzig und allein deshalb in die USA gekommen, weil er eine terroristische Attacke durchführen wollte, sagte die New Yorker Staatsanwältin Loretta Lynch in einer Mitteilung. „Er arbeitete zielstrebig daran, seinen Plan auszuführen.“ Er soll über Kontakte zum Terrornetzwerk Al-Kaida verfügen und versucht haben, in den USA Mitstreiter zu rekrutieren, um eine Terrorzelle aufzubauen. Darüber, wie sie ihm auf die Spur kamen, schwiegen sich die Behörden aus.

Der 21-Jährige habe mehrere Ziele für seinen Anschlag in Erwägung gezogen, sich aber letztlich für die Zentralbank entschieden, so das FBI. Er habe „Amerika zerstören“ wollen, schrieb der Mann in einer schriftlichen Erklärung. Zudem nahm er, nachdem er den Kleinlaster geparkt hatte, in einem Hotel auch eine Videobotschaft auf, in der er die Verantwortung für die Tat übernimmt. „Wir hören nicht auf, bis wir siegen oder als Märtyrer sterben“, heißt es dem FBI zufolge darin. In dem Video bekenne sich der Mann auch als Sympathisant von Al-Kaida.

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