Russland stellt Beleidigung von Gläubigen unter Strafe

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Nach dem umstrittenen Protest der Punkband Pussy Riot gegen Präsident Wladimir Putin in einer Kirche will Russland die Verletzung religiöser Gefühle künftig als Verbrechen bestrafen.

Das im Parlament eingebrachte Gesetz sehe Haftstrafen von bis zu drei Jahren für Gotteslästerung und bis zu fünf Jahren für die Beschädigung von Heiligtümern vor. Das sagte der Abgeordnete Jaroslaw Nilow der Agentur Interfax heute.

Der Kreml begrüßte die Initiative als Folge des Pussy-Riot-Auftritts vom Februar. Drei Frauen der Skandalgruppe waren wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ am 17. August zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden.

In dem international kritisierten Fall hatten Juristen unter anderem auch bemängelt, dass die Anklage wegen Rowdytums eine „Notkonstruktion“ gewesen sei, weil die Musikerinnen in der Erlöserkathedrale nichts zerstört hatten. Das Berufungsverfahren gegen das Urteil ist für Montag angesetzt.