US-Richter lehnt Sperre von Mohammed-Film auf YouTube ab
Ein US-Richter hat eine Sperrung des umstrittenen Mohammed-Films auf der Internetplattform YouTube abgelehnt. Im ersten Zivilverfahren im Zusammenhang mit der Produktion des Schmähvideos wies Luis Lavin vom obersten Gericht in Los Angeles den Antrag einer an dem Film beteiligten Schauspielerin auf eine einstweilige Verfügung heute ab. Die Argumentation der Klägerin habe keine Aussicht auf Erfolg, erklärte Lavin.
Die Schauspielerin Cindy Lee Garcia hat auch Klage gegen den Produzenten eingereicht und wirft diesem vor, sie über den Inhalt des Films getäuscht zu haben. Es sei während des Drehs nie von Mohammed oder einem Religionsbezug die Rede gewesen. Ihr Recht auf Privatsphäre sei verletzt worden. Außerdem sei ihr Leben in Gefahr, da sie Morddrohungen erhalten habe.
Der Mohammed-Schmähfilm hat in vielen muslimischen Ländern heftige Proteste ausgelöst, bei denen mehrere Menschen starben. Garcia hat in dem 13-minütigen Werk, das im Internet abrufbar ist, nur eine kleine Rolle. Der Filmemacher Nakoula Basseley Nakoula habe Garcia glauben lassen, es werde ein gewöhnlicher Abenteuerfilm produziert, hieß es in der Klage. Garcia habe auch keine Hinweise auf sexuelle Inhalte gehabt. Der Film stellt den Propheten Mohammed als Frauenheld dar.