Österreich auf Platz 144 von 173
Im Pazifikstaat Vanuatu ist die Gefahr einer Naturkatastrophe einer Untersuchung zufolge weltweit am größten. Bei der Berechnung des Risikowertes für 173 Staaten liegt die Insel mit 32 Prozent auf Platz eins, wie aus dem Weltrisikobericht 2011 der Universität der Vereinten Nationen (UNO) in Bonn im Auftrag des Bündnisses Entwicklung Hilft hervorgeht.
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Mit einem Wert von 0,72 und 0,02 Prozent ist das Katastrophenrisiko dagegen in Malta und Katar am geringsten. Österreich liegt mit 3,41 Prozent auf Platz 144.
Risiko hängt nicht nur von Gefährdung ab
„Extreme Naturereignisse müssen nicht unbedingt zu Katastrophen werden, denn das Risiko hängt nicht allein von der Gefährdung ab, sondern wird ganz wesentlich durch soziale und wirtschaftliche Faktoren bestimmt“, sagte der Geschäftsführer des Bündnisses Entwicklung Hilft, Peter Mucke. Mit Hilfe der Untersuchung könnten Gefahren besser erkannt und damit politische Forderungen in den betroffenen Ländern sowie in Geberländern gestellt werden.
Ein Katastrophenrisiko sei sowohl auf die Gefährdung durch Naturgefahren und den Klimawandel als auch auf die gesellschaftliche Verwundbarkeit zurückzuführen, hieß es. Katastrophen seien damit nicht nur allein das Ergebnis meteorologischer und geologischer Phänomene, sondern auch sozialer Strukturen.
Niederlande: Hohe Gefahr, aber guter Schutz
Während beispielsweise die Niederlande und Ungarn dem Bericht zufolge einer relativ hohen Gefährdung ausgesetzt sind, stehen sie zugleich wegen ihrer sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Situation in der Liste vergleichsweise besser da.
Auch die Erdbeben von Haiti und Japan belegen den Wissenschaftlern zufolge diesen Zusammenhang. Während bei einer Erdbebenstärke von 9,0 in Japan mehr als 20.000 Menschen ums Leben kamen, starben in Haiti etwa 220.000 Menschen bei einem schwächeren Erbeben der Stärke 7,0. Die geringere Opferzahl in Japan sei auf bessere Bewältigungs- und Anpassungskapazitäten, beispielsweise im Baurecht, zurückzuführen.
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