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Softdrink für Cote-d’Azur-Partys

Unter dem Namen „DSK“ kommt in Frankreich ein neuartiges Getränke mit Safran und Kiwi auf den Markt, das aphrodisierende Wirkung haben soll. Bei dem Kürzel „DSK“ fällt Franzosen vor allem Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ein, der in zahlreiche Sexaffären verwickelt ist. Erfinder Stephane Briault hat freilich eine andere Erklärung für die Abkürzung.

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Zunächst hätten sie als Namen an „Safran Drink“ gedacht, dann an „Drink Safran Kiwi“ und daraus sei der Name „DSK“ entstanden, erzählte Briault der Nachrichtenagentur AFP. Dabei gibt er zu: „Wir haben uns gefragt, ob wir es wagen sollen oder nicht, dann haben wir uns gesagt, dass sich die Leute das so leichter merken.“ Schon 10.000 Flaschen des Softdrinks seien abgefüllt, die in diesem Sommer in Bars und Nachtclubs in Paris und an der Cote d’Azur verkauft werden sollen.

„Sie werden sich erinnern“

Das erwartbare Medienecho auf die Namensgebung des Drinks nutzt Briault, um sein Produkt anzupreisen. Schon seit der Antike seien die vielfältigen Qualitäten von Safran bekannt. So wirke er gegen Depressionen, senke den Blutdruck und solle eben auch sexuell stimulierend wirken. Gegenüber der Website „La Montagne“ formulierten Briault und sein Geschäftspartner Patrice Guillard slogantauglich: „Die Leute werden es nicht mögen oder lieben, aber eines ist sicher: Sie werden sich erinnern.“

Den Grund für die Erfindung des Drinks verhehlen die beiden dabei nicht. Guillard baut Safran im großen Stil an und blieb letztes Jahr auf einem Großteil der Ernte sitzen. Gemeinsam mit Briault, der eigentlich Computerhändler ist, wurde daraufhin innerhalb von sechs Monaten die Limonade entwickelt. An Verkauf außerhalb bestimmter Bars und Clubs ist vorerst nicht gedacht. Falls das Produkt doch je den Einzelhandel erreichen sollte, überlegen die Hersteller einen Preis von etwa sechs Euro für eine Packung von sechs Flaschen zu je 27 Zentiliter.

Strauss-Kahn inzwischen von Ehefrau getrennt

Strauss-Kahn war der Hoffnungsträger der französischen Sozialisten, bevor er im Mai 2011 wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens in New York festgenommen wurde. Im August wurde das US-Strafverfahren gegen ihn eingestellt, da es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin gab. Ein Zivilverfahren läuft aber noch. Hoffnungen auf ein politisches Comeback zerschlugen sich aber endgültig, nachdem weitere Vorwürfe sowie seine mögliche Verwicklung in eine Callgirl-Affäre bekanntwurden.

Derzeit laufen dazu noch Ermittlungen in Frankreich wegen des Vorwurfs der organisierten Zuhälterei. Dabei geht es um Sexpartys, an denen „DSK“ teilnahm. Der 63-Jährige gibt an, er habe nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren. Anfang Juli wurde zudem bekannt, dass Strauss-Kahn seit Anfang Juni von seiner Frau Anne Sinclair, die während des Prozesses demonstrativ zu ihm gehalten hatte, getrennt lebt. Demnach lebt das Paar, das seit rund 20 Jahren verheiratet ist, in Paris in getrennten Wohnungen.

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