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An schmalster Stelle nur 50 km breit

Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr des weltweiten Ölhandels. Ein Anrainerstaat der Meeresenge ist der Iran. Im Süden grenzt die Schifffahrtsstraße an die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman.

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An ihrer engsten Stelle ist Straße von Hormus etwa 50 Kilometer (34 Seemeilen) breit. Über sie sind die größten Ölproduzenten wie Saudi-Arabien mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbunden. Im Jahr 2009 floss etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Erdöls über die Straße. Das entspricht 17 Prozent des weltweiten Öls insgesamt oder 15,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd).

Stillgelegte Pipelines als Alternative

Das meiste Öl geht nach Asien, in die USA und nach Westeuropa. Insbesondere erhält Japan drei Viertel seines Öls über diesen Weg und China etwa die Hälfte. Als alternative Lieferwege könnten gegenwärtig stillgelegte Pipelines dienen. Aus Branchenkreisen verlautet zudem, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) könnten bald Öl über eine Leitung pumpen, die eine Kapazität von bis zu 2,5 Millionen bpd haben soll.

Von den USA überwacht

Die Meeresroute wird von der US-Marine überwacht. Die dort stationierte fünfte Flotte verfügt über mehr als 20 Kriegsschiffe - darunter Flugzeugträger - sowie Kampfflugzeuge. Das amerikanische Militär hat erklärt, es werde eine Blockade der Straße von Hormus nicht dulden.

Die iranische Marine besteht aus 23 U-Booten und etwa 100 vergleichsweise kleinen Schiffen, insbesondere zur Küstenverteidigung. Experten zufolge könnten diese es zwar nicht mit den US-Streitkräften aufnehmen. Der Iran könne jedoch durch unkonventionelle Kriegsführung Schaden anrichten. Während des Kriegs gegen den Irak in den 1980er Jahren hatte der Iran die Straße von Hormus vermint.