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Explosion in Hauptgebäude

Bei einem Überfall auf einen regimenahen privaten Fernsehsender in Syrien sind am Mittwoch nach Angaben des syrischen Informationsministeriums mindestens sieben TV-Mitarbeiter getötet worden. Zuvor war von mindesten drei Toten die Rede gewesen. Eine nicht näher genannte Zahl von weiteren Angestellten sei verletzt oder von den Angreifern verschleppt worden.

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Nach Angaben von Mitarbeitern des Senders al-Ichbarija hatten schwer bewaffnete Aufständische zwei Gebäude des Senders rund 20 Kilometer südlich der Hauptstadt Damaskus gestürmt und dort Studios verwüstet. Anschließend hätten die Eindringlinge Sprengsätze im Hauptgebäude platziert und zur Explosion gebracht.

Zerstörte Büroräume des syrischen staatlichen TV-Senders

APA/EPA/SANA

Ein zerstörtes Büro des Senders

Sender nahm Betrieb wieder auf

Der Sender ist im Privatbesitz, steht aber dem Regime von Baschar al-Assad sehr nahe. Der Kanal nahm kurze Zeit nach dem Überfall den Sendebetrieb wieder auf und zeigte Bilder von den Örtlichkeiten: Das zweistöckige Gebäude wies zahlreiche Schusslöcher auf, auf dem Boden waren Blutlacken zu sehen. Ein Gebäude wurde fast vollständig zerstört.

Zerstörte Büroräume des syrischen staatlichen TV-Senders

APA/EPA/SANA

Verwüstung in einer TV-Redaktion

Ein Sprecher der syrischen Opposition in Damaskus sagte dem arabische Fernsehsender al-Jazeera, bei den Angreifern habe es sich um Angehörige der dem Regime unterstellten Republikanischen Garden gehandelt, die kurz zuvor zu den Aufständischen übergelaufen waren. Von unabhängiger Seite ließ sich die Information nicht überprüfen.

Experten: Assad verliert Kontrolle

Der Zwischenfall am Rand der syrischen Hauptstadt zeigt nach Ansicht von Beobachtern, dass das Regime die Kontrolle zunehmend auch über eigene Schlüsselinstitutionen verliert. In einer Rede am späten Dienstagabend hatte Assad gesagt, das Land stehe „in einem echten Krieg“. Es würden aber alle Anstrengungen unternommen, „diesen Krieg zu gewinnen“, sagte er bei der Vereidigung eines neuen Kabinetts, das weiterhin mit loyalen Parteigängern besetzt ist. Die syrischen Medien werden weitgehend vom Staat kontrolliert. Die Presse wird vom Informationsministerium überwacht.

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