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„Bewegender Augenblick“

Sechs Tage vor der Machtübergabe an Francois Hollande hat sich Frankreichs Regierung mit großem Applaus von Präsident Nicolas Sarkozy verabschiedet. Sarkozy empfing das Kabinett um Premierminister Francois Fillon am Mittwochvormittag zur letzten offiziellen Sitzung im Elyseepalast.

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Innenminister Claude Gueant sprach im Anschluss im Fernsehsender RTL von einem „besonders bewegenden Augenblick“. Regierungschef Francois Fillon, der am Donnerstag den Rücktritt der Regierung einreichen wird, zog eine Bilanz der fünfjährigen Amtszeit Sarkozys. Der Präsident habe sein Versprechen gehalten, Frankreich „in Bewegung“ zu bringen. „Wir haben so viele Reformen umgesetzt wie keine andere Regierung“, sagte Fillon.

„Das sind die Spielregeln“

Sarkozy habe seinen Ministern versichert, dass die letzte Kabinettssitzung kein „trauriger Tag“ sei, berichtete Verteidigungsminister Gerard Longuet. „Das ist die Demokratie, das sind die Spielregeln“, zitierte Longuet den Staatschef hinterher.

Zuletzt umfasste das Kabinett um Fillon 24 Minister und acht Staatssekretäre. Zu den bekanntesten auf internationalem Parkett zählten Außenminister Alain Juppe und Wirtschafts- und Finanzminister Francois Baroin.

Ayrault neuer Premier?

Sarkozy wird am 15. Mai sein Amt an Holland offiziell übergeben. Der Sozialist will noch am selben Tag seinen Premierminister ernennen. Als großer Favorit für den Spitzenposten wird Hollandes Sonderberater Jean-Marc Ayrault gehandelt. Der ehemalige Deutschlehrer und langjährige Fraktionschef der Parti Socialiste (PS) in der Nationalversammlung gilt als moderate Alternative zu der im linken Parteiflügel verankerten PS-Chefin Martine Aubry.

Während Sarkozy am Mittwoch der Regierung Au revoir sagte, versammelte Hollande zum letzen Mal seine engsten Mitarbeiter aus dem Wahlkampfteam. Der sogenannte „Politische Rat“ hatte ihn monatelang in Strategiefragen unterstützt. Etliche Mitglieder wie der frühere Premierminister Laurent Fabius oder der Kommunikationschef Manuel Valls werden nun voraussichtlich Spitzenposten in der neuen Regierung bekommen. Ayrault gehörte auch zu dem Team.

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