Verstärkerpionier Jim Marshall gestorben
Er war einer der großen Pioniere des Rock, ohne selbst Musiker zu sein: Jim Marshall, der Erfinder des Marshall-Verstärkers ist tot. Er verstarb gestern 88-jährig, hieß es auf der Website des von ihm gegründeten Unternehmens. Die von ihm entwickelten Gitarrenverstärker gelten als Ikonen des Rock ’n ’Roll.
Marshall litt schon als Jugendlicher unter Knochentuberkulose, bereits mit 13 Jahren begann er, sich durch diverse Jobs über Wasser zu halten. Er arbeite schließlich als Schlagzeuger und Schlagzeuglehrer, mit dem Ersparten eröffnete er 1940 ein kleines Musikgeschäft in London. Zu seinen Kunden zählten Pete Townshend von The Who und Ritchie Blackmore von Deep Purple.
Vor 50 Jahren entwickelt
Alsbald erkannte Marshall die Marktlücke von Gitarrenverstärkern, die billiger als die damals vorherrschenden US-Modelle sein sollten. Gemeinsam mit dem jungen Techniker Dudley Craven begann Marshall selbst Verstärker zu bauen, aus sechs Versuchen wurde schließlich der beste ausgewählt. Mit Hilfe von Townshend war 1962 der „Marshall-Stack“ geboren, der Verstärkerturm bestehend aus Lautsprechern mit einem Topteil. Der Rest ist Geschichte: Jim Marshall wurde zum „Vater des Lauten“.
„Jim wurde einer der Gründungsväter, die für jene Werkzeuge verantwortlich sind, die dafür sorgen, dass die Rockgitarre, so wie wir sie heute kennen und lieben, geboren werden konnte“, heißt es im Statement auf der Website. Marshall sei gemeinsam mit den Gitarrenbauern Leo Fender und Les Paul sowie dem Tonabnehmerentwickler Seth Lover einer der Eckpfeiler des Rock.