US-Arbeitgeber verlangen Facebook-Einblick von Bewerbern

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

In den USA häufen sich derzeit Berichte über Arbeitgeber, die von Jobbewerbern Zugang zu ihrem Facebook-Profil verlangen. Denn gerade junge Menschen geben auf Facebook vieles über ihre Gewohnheiten, Freunde und Vorlieben preis. US-Arbeitgeber wollen diesen Informationsfundus offenbar für sich nutzen.

Die Personalabteilungen gehen dabei inzwischen so weit, dass sie im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs das Facebook-Passwort des Jobsuchenden verlangen, um umfassenden Einblick in alle persönlichen Daten zu bekommen. Um die Aussicht auf einen Arbeitsplatz nicht zu verlieren, geben viele Bewerber dem Drängen nach und ihr Passwort bekannt.

Nutzer muss Passwort nicht verraten

Rechtsexperten kritisieren die Neugier der Unternehmen als unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre. Jeder Nutzer habe das Recht, das Passwort für sich zu behalten. Facebook selbst kündigte unterdessen juristische Mittel zum Schutz seiner Nutzer an, sollten die Arbeitgeber ihre Wissbegier nicht zügeln.

Repräsentantenhaus lehnt Gesetz ab

Auch der US-Senat befasst sich mit der Problematik. Ein entsprechender Gesetzesentwurf, der diese Praxis verhindern sollte, wurde aber im US-Repräsentantenhaus abgelehnt.