Künstler und Filmemacher Leo Tichat 82-jährig gestorben

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Der österreichische Künstler und Filmemacher Leo Tichat ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Wie der mit ihm befreundete Autor Gerhard Kunze der APA mitteilte, starb Tichat am 15. März im tunesischen Djerba und wurde dort bereits beigesetzt. Der gebürtige Mödlinger wirkte als freischaffender Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Regisseur und Lyriker und schrieb mit seinem ersten Film „Die Verwundbaren“ aus 1967 österreichische Filmgeschichte.

Am 31. August 1930 geboren, absolvierte Tichat seine Ausbildung an der Angewandten in Wien. Danach erlernte er das Tapeziererhandwerk und machte die Gesellenprüfung als Autosattler. Ab 1951 arbeitete er als Drehbuchautor bei mehreren Filmen seines Freundes Herbert Vesely.

„Die Verwundbaren“ war seine einzige eigene Regiearbeit: Als einer der ersten Spielfilme, die Homosexualität thematisierten, schaffte er es nicht in die regulären Kinos. Später, etwa bei der Viennale 2006 sowie in der Österreich-Edition von Hoanzl, wurde er als einer der wenigen heimischen Filme mit starken Banden zur Nouvelle Vague gewürdigt.