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Unterzeichnung laut Karzai im Mai

Das Abkommen über eine strategische Partnerschaft Afghanistans mit den USA nach 2014 soll nach Angaben von Präsident Hamid Karzai im Mai unterzeichnet werden. Der Staatschef sagte am Sonntag in Kabul, beide Seiten hätten sich auf „neue Rahmenbedingungen“ verständigt, sodass der Vertrag zum NATO-Gipfel in Chicago unterschriftsreif vorliegen könne.

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Anders als ursprünglich geplant soll das Abkommen nach Angaben Karzais zunächst jedoch keine Regelung über die Stationierung von US-Soldaten in Afghanistan nach dem offiziellen Ende des NATO-Kampfeinsatzes Ende 2014 enthalten. Über diese Frage solle mit der US-Regierung separat verhandelt werden, sagte Karzai. Aus Washington gab es zunächst keine Stellungnahme.

Auf Übergabe von Militärgefängnis in Bagram geeinigt

Erst am Freitag hatten sich Afghanistan und die USA auf die Übergabe des umstrittenen US-Militärgefängnisses Bagram in afghanische Verantwortung verständigt. Das Gefängnis hatte wiederholt für Negativschlagzeilen gesorgt: So berichteten Häftlinge von Folter und Misshandlungen, was aber amtlich nie bestätigt wurde.

Für schwere Auseinandersetzungen sorgten unlängst US-Soldaten, die in Bagram Koran-Exemplare verbrannten. Bei gewaltsamen Protesten wurden 30 Menschen getötet. Die Verbrennung der Koran-Bände hatte zuletzt die Verhandlungen gestört.

Das Gefängnis in Bagram war einer der beiden Streitpunkte zwischen beiden Seiten, die dem Abkommen bisher im Weg standen. Der andere sind die umstrittenen Nachteinsätze von NATO-Truppen gegen radikal-islamische Aufständische.

Karzai fordert Stopp von Night Raids

Karzai forderte am Sonntag erneut von den internationalen Truppen, die sogenannten Night Raids zu stoppen. Andernfalls werde es kein strategisches Abkommen mit den USA geben. Die Internationale Schutztruppe Isaf hatte das bisher abgelehnt.

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