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Erholung bei Sorgenkindern

Laut REWE-Chef Frank Hensel haben sich die Sorgenkinder des REWE-Konzerns, Penny und ADEG, erholt und befänden sich wieder auf Kurs. Bei Penny räumte er einige „hausgemachte Fehler“ ein, bei ADEG sei die Integration nach der Übernahme nun abgeschlossen. Dort seien die Weichen auf Expansion gestellt, 2012 werde ADEG Gewinne schreiben.

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Penny gewinne nun wieder Marktanteile dazu, nachdem sie zuletzt sanken. Die Diskontschiene legt den Fokus nun vermehrt auf österreichische Produkte und setzt auf das „Asset“, dass man eigene Fleischhacker in den Filialen habe. „Das haben wir in der Vergangenheit nicht so rübergebracht“, so Hensel kürzlich im Klub der Wirtschaftspublizisten.

100 neue Standorte geplant

Quer über alle Schienen wird der Handelsriese im kommenden Jahr etwa 100 neue Standorte aufmachen, aber auch viele schließen. Das Wachstum sei in erster Linie qualitativer Natur. Nach Deutschland möchte REWE im Jahr 2012 auch in Österreich ein „Through and Drive“-Konzept - bei dem der Kunde online bestellt und die Ware fertig verpackt selbst abholt - testen. Über Billa und Merkur werden bereits Lebensmittel, die zuvor im Internet bestellt wurden, verschickt - allerdings noch in bescheidenem Ausmaß. Auch mit Bipa ist der Händler seit Sommer 2011 im Netz.

Zweistellige Zuwächse in Russland

Während das Jahr 2011 für REWE in Österreich „sehr gut“ verlief, zeige das Auslandsgeschäft ein „sehr heterogenes Bild“. In Russland und der Ukraine habe man zweistellige Zuwachsraten, Tschechien sei ein stabiler Markt, in Bulgarien und Rumänien sei es „schwierig“. In Italien wird der Markt gerade bereinigt. REWE will sich hier nur noch auf den Norden konzentrieren und etwa ein Drittel der rund 200 Filialen abgeben.

Scharfe Kritik übte der REWE-Boss an Ungarn. Die Handelssteuer, die ausländische Unternehmen dort zahlen müssen, benachteilige sie gegenüber ungarischen Betrieben und führe dazu, dass Investoren „vergrault“ werden. REWE plant aber nicht, sich aus Ungarn zurückzuziehen. Die ungarische Regierung hat die Steuern nicht nur Handelsbetrieben, sondern auch der Telekom- und Energiebranche auferlegt.

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