Knappes Rennen um die Oscars erwartet
Hollywood wartet heuer bei den Oscars mit viel Nostalgie auf: Es dürfte knapp werden zwischen dem Schwarz-Weiß-Stummfilmdrama „The Artist“ und Martin Scorseses Hommage an die frühe Filmwelt, „Hugo Cabret“. Im Rennen sind auch die beiden Altmeister Woody Allen („Midnight in Paris“) und Terrence Malick („The Tree of Life“ mit Brad Pitt). Außenseiterchancen werden George Clooney („The Descendants“) eingeräumt.
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„The Artist“ räumt bei Independent Spirit Awards ab
Einen Tag vor der Oscar-Verleihung hat „The Artist“ bei den Independent Spirit Awards abgeräumt. Der schwarz-weiße Stummfilm des Franzosen Michel Hazanavicius holte am Samstag im kalifornischen Santa Monica insgesamt vier Trophäen als bester Film, für Regie und Kamera. Jean Dujardin wurde als bester männlicher Hauptdarsteller ausgezeichnet. „The Artist“ ist für zehn Oscars nominiert.
Oscar-Anwärterin Michelle Williams wurde für ihre Monroe-Verkörperung in „My Week with Marilyn“ als beste weibliche Hauptdarstellerin geehrt. Sie hatte sich unter anderen gegen Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“) behauptet.
Iran sticht Europa aus
Der Preis für das beste Drehbuch ging für „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“ an Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash. Shailene Woodley, die in dem Familiendrama George Clooneys Tochter spielt, wurde zur besten weiblichen Nebendarstellerin gekürt. Christopher Plummer erhielt die Trophäe als bester männlicher Nebendarsteller für „Beginners“.
In der Sparte „Ausländischer Film“ gewann der Iran („Nader und Simin - Eine Trennung“) gegen Dänemark („Melancholia“), Belgien („Der Junge mit dem Fahrrad“) und Großbritannien mit „Shame“ und „Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte“.
Die Spirit Awards sind Hollywoods Alternativauszeichnung für Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar (14,9 Mio. Euro) gekostet haben. Sie werden traditionell einen Tag vor der Oscar-Gala in einem Festzelt am Strand von Santa Monica verliehen.