Frankfurt: Flughafen-Streik könnte weiter verlängert werden

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Die streikenden Mitarbeiter auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main erhöhen ihren Druck weiter. Nachdem das Vorfeldpersonal seinen Ausstand zunächst bis morgen Früh um 05.00 Uhr ausgedehnt hatte, ist nun eine weitere Verlängerung im Gespräch, wie der Chef der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Michael Schäfer, gestern sagte. Die Entscheidung dazu sollte noch am Nachmittag fallen.

Der GdF-Bundesvorstand und der Verhandlungsführer der Gewerkschaft wollten beraten, ob der Streik möglicherweise noch weiter ausgedehnt werde, sagte Schäfer in Kelsterbach nahe Frankfurt. Würden die Arbeitsniederlegungen von Vorfeldkontrolleuren, Vorfeldaufsicht und Verkehrszentrale auf den kompletten Mittwoch ausgeweitet, werde die Gewerkschaft dies aber spätestens 24 Stunden zuvor mitteilen.

80 Prozent der Flüge finden statt

Trotz des Streiks fanden heute 80 Prozent der Flüge statt. Nur 240 der 1.250 geplanten Flüge hätten gestrichen werden müssen, teilte der Flughafen-Betreiber Fraport mit. Es habe „keine erhöhten Wartezeiten“ gegeben. „Insbesondere können bisher die interkontinentalen Flugbewegungen erfolgreich durchgeführt werden“, sagte Fraport. An den ersten beiden Streiktagen - Donnerstag und Freitag vergangener Woche - hatten jeweils rund 70 Prozent der geplanten Flüge stattgefunden.