Finanzamt in Kairo in Flammen
Auch am Wochenende ist es in Ägypten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Das Finanzamt in Kairo wurde in der Nacht auf heute in Brand gesetzt, wie das Staatsfernsehen berichtet. Teile des Gebäudes brannten lichterloh.
Bei den seit vier Tagen andauernden Protesten gegen die Regierung kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Es war damit eine der blutigsten Wochen seit Beginn des Aufstandes gegen den früheren Präsidenten Hosni Mubarak. Ausgelöst wurde die jüngste Gewalt durch die Krawalle in einem Fußballstadion am Mittwoch, bei denen mehr als 70 Menschen getötet wurden.
Erneuter Anschlag auf Pipeline nach Israel
Zum zwölften Mal innerhalb eines Jahres attackierten Unbekannte indes eine Gaspipeline von Ägypten nach Israel. Die maskierten und bewaffneten Angreifer hätten heute laut Sicherheitsbeamten einen Sprengsatz an der Pipeline nahe der Stadt al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel positioniert und eine Explosion ausgelöst.
Augenzeugen berichteten von einer lauten Explosion und einem Großbrand. Der Angriff sei einen Tag nach dem Tod eines Islamistenführers aus der Gegend in einem Kairoer Gefängnis erfolgt, hieß es.