Nordkorea: Auch Tiere „trauern“ um Kim Jong Il

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Die Staatstrauer in Nordkorea um den verstorbenen langjährigen Machthaber Kim Jong Il hat laut Berichten nordkoreanischer Staatsmedien auch die Tiere des Landes ergriffen. Ein weißer Vogel, „größer als eine Taube“, habe den Schnee von den Schultern einer Statue Kims gewischt, zitierte der nordkoreanische Sender Radio Pjöngjang laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap eine Augenzeugin.

Der Parteizeitung „Rodong Sinmun“ zufolge trauerten auch die Eulen um Kim Jong Il. Demnach flogen nach dem Tod Kim Jong Ils am 19. Dezember Eulen durch ein geöffnetes Fenster in einen eigens eingerichteten Gedenkraum in einem Bergwerk. Die dort trauernden Arbeiter seien gerührt gewesen, hieß es in dem Bericht.

Selbst die Naturgewalten scheinen aus nordkoreanischer Sicht in die Trauer um den Machthaber mit einzustimmen. An Kims angeblichem Geburtsort in der Nähe des Berges Paekdu sei plötzlich das Eis „mit einem Donnern“ gebrochen, und an der Jong-Il-Spitze des Berges sei ein Leuchten zu sehen gewesen, hatten die Staatsmedien vergangene Woche berichtet.

Vorbereitungen für Begräbnis

Nordkorea bereitet sich auf die Beisetzungsfeierlichkeiten für Kim Jong Il vor. Die Staatsmedien nannten zunächst keine Einzelheiten der für morgen angekündigten Beisetzungsfeierlichkeiten. Beobachter im benachbarten Südkorea erwarten, dass das Regime in Nordkorea Hunderttausende Menschen für das letzte Geleit mobilisieren wird. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Bevölkerung zur Unterstützung des Sohns und erwählten Nachfolgers von Kim, Kim Jong Un, aufgerufen werde.

Die staatlich ausgerufene Trauerzeit für Kim Jong Il soll am Donnerstag mit landesweiten Gedenkfeiern zu Ende gehen. Ausländische Trauergäste würden zur Beisetzungsfeier nicht zugelassen, hatte es in den nordkoreanischen Medien nach der Nachricht über den Tod Kims geheißen. Nach offizieller Darstellung war Kim am 17. Dezember im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.