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Achtmal frühes Skivergnügen

Wer derzeit Schnee sucht, muss hoch hinauf. Erst ab 2.500 Metern sind die Pisten befahrbar. Damit beschränkt sich der Skibetrieb vorerst vor allem auf die acht heimischen Gletscher. Doch mittlerweile haben die Gletscher kräftig aufgerüstet, vier von ihnen wurden heuer sogar ausgezeichnet.

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Vor allem im November haben die Tiroler dem übrigen Österreich schneetechnisch einiges voraus. Mit Obergurgl-Hochgurgl ist das erste Skigebiet ohne Gletscher in die Wintersaison gestartet. Und von den acht heimischen Gletscherskigebieten liegen fünf zwischen den Ötztaler und Zillertaler Alpen. Auch Salzburg, Kärnten und die Steiermark können mit Schneesicherheit punkten. Welches Skigebiet für wen geeignet ist, verraten die Tester des gerade neu erschienenen „Ski Guide Austria“ („SGA“) und die Experten des ADAC-„SkiGuide“.

Einmal rund um die Schaufelspitze

Der deutsche ADAC-„SkiGuide“ kürte das Stubaital in seiner aktuellen Ausgabe zum Testsieger in der Kategorie Familie. Das Buch hebt vor allem die breiten und sanften Pisten hervor, die stressfreie Abfahrten für die ganze Familie böten. Derzeit ist die Abfahrt bis auf 2.300 Meter möglich. 19 der 23 Lifte sind in Betrieb, und auch die Loipe ist über zwei Kilometer gespurt. Schwindelfreie können von der Plattform „Top of Tyrol“ einen Blick bis nach Italien wagen. Die Tageskarte kostet 40 Euro.

Viel Abwechslung in Sölden

Ebenfalls unter die ADAC-Topskigebiete hat es Sölden mit seinen drei 3.000ern und zwei Gletscherskigebieten geschafft. In der Kategorie Ski alpin kam es als bestes heimisches Skigebiet auf Platz fünf. Die abwechslungsreichen Pisten lobt auch der „Austrian Ski Guide“.

Sessellift am Söldner Gletscher

Fotolia/Chief Mendez

Sölden

Doch auch Sölden leidet unter dem trockenen Herbst. Nur zehn der 35 Lifte sind derzeit in Betrieb, dafür sind die Pisten des Gaislachkogls, Tiefenbachkogls und der Schwarzen Schneid in gutem Zustand. Die Tageskarte kostet 45 Euro, ein Fünftageskipass für Erwachsene 203 Euro.

Pulverschnee auf dem Gipfel

Höher hinauf geht es nicht mehr: Der Pitztaler Gletscher ist mit 3.440 Metern das höchste Skigebiet in den heimischen Alpen. Derzeit sind 30 Kilometer Pisten zu befahren, auf dem Gipfel warten 160 Zentimeter Pulverschnee. Mit sechs Liften ist das Gebiet überschaubar, dennoch kämen hier sowohl Anfänger als auch Profisportler auf ihre Kosten, schreibt der „Ski Guide Austria“. Wegen der Lage nützen Vereine die Hänge und Loipen gerne als Höhentrainingslager. Die Tageskarte kommt auf 39,5 Euro.

Pitztaler Gletscher in Tirol im Winter

Österreich Werbung/Ascher

Pitztaler Gletscher

Eldorado für Freerider

Der Kaunertaler Gletscher ist ein Treffpunkt für Snowboarder und Freerider. Der Einstieg zum Gletscher auf 2.700 Metern ist mit den Auto erreichbar. Das „jüngste“ Gletscherskigebiet Tirols hat sich als Geheimtipp unter Tiefschneefahrern etabliert. Ein neu entwickeltes Freeride-Konzept schlägt den Skifahrern auf dem Weißseejoch verschiedene Varianten vor und vermittelt anhand von Tafeln theoretisches Wissen. Noch werden die Pisten aber beschneit, und da der letzte Schneefall über einen Monat her ist, sind Tiefschneehänge noch nicht im Programm. Die Tageskarte kostet 38 Euro, fünf Tage 147 Euro.

365 Tage Schneevergnügen

Am Ende des Tuxer Tals leuchten die Hänge des Gletscherskigebiets Hintertux. Dort wurde in eine neue Zehnerbahn investiert, die die langen Wartezeiten bei der Auffahrt zur Gefrorenen Wand verkürzen soll. Die Abfahrt ist derzeit nur bis zum Tuxer Fernerhaus auf 2.600 Metern möglich, die Talabfahrt Schwarze Pfanne wird noch beschneit. Bei besonders schönem Wetter ist aber bei der Anreise in das schmale Tal Geduld gefragt, warnen die Tester, dafür entschädigt der grandiose Blick. Die Tageskarte kostet 43 Euro.

Remmidemmi auf dem Kitzsteinhorn

Die Salzburger finden schon jetzt den ersten Schnee im Skigebiet Zell am See - Kaprun. Auf dem Kitzsteinhorn drängen sich die Skifahrer jedoch auf 15 Kilometer Pisten. Etwas weiter unten warten die braunen Hänge der Schmittenhöhe, die im Winter das Skigebiet komplettieren, noch auf Neuschnee. Die Tester zeigten sich vor allem von dem breiten Rahmenprogramm begeistert: Aussichtsplattformen, Porsche-Gondel, 3000 Cinema, Kristallbahn, Volvo Ice-Camp. Eine Tageskarte kostet 43 Euro.

Schneegarantie im Süden

Kaprun und der Kärntner Nachbar Mölltaler Gletscher haben eines gemeinsam: Sie teilen sich den Blick auf den Großglockner. Das südlichste Gletscherskigebiet hat in den letzten Jahren viel investiert und wurde dafür mit dem fünften Platz im ADAC-Ranking in der Kategorie Aufsteiger belohnt. Der neue Vierersessellift Alteck eröffnet drei neue Pisten. Ganz oben öffnet sich der Blick auf die Gipfel von 30 3.000ern. Die Talabfahrt überwindet 1.350 Höhenmeter. Ein Tagespass kostet 38,5 Euro.

Mölltaler Gletscher

APA/Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten

Mölltaler Gletscher

Warten auf Schnee im Schatten des Dachsteins

Sich aufs Skifahren zu konzentrieren, fällt bei dem Panorama auf dem Dachstein-Gletscher schwer. Mit vier Pistenkilometern und drei Schleppliften ist das Skigebiet sehr überschaubar, dafür mit 43 Euro vergleichsweise teuer. Skifahren ist in der Ramsau aber sowieso eher Nebensache. Denn in erster Linie ist es mit 150 Kilometer klassischer Loipe, 70 Kilometer Skating- und 15 Kilometer Höhenloipe ein Paradies für Langläufer. Und damit schaffte es die Ramsau auch auf Platz drei im ADAC-Ranking zu den besten Langlaufgebieten.

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