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Kaum Impulse aus dem Ausland

Das Wachstum der heimischen Wirtschaft hat sich im dritten Quartal wie zuvor prognostiziert deutlich abgeschwächt. Der reale Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verringerte sich gegenüber dem Vorquartal auf 0,3 Prozent nach noch 0,5 Prozent Zuwachs im zweiten Vierteljahr. Das gab das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) am Dienstag in seiner Schnellschätzung bekannt.

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Im Jahresabstand bremste sich das Wachstum im Zeitraum Juli bis September von 3,9 auf 2,6 Prozent ab. Nachgelassen haben vor allem die Konjunkturimpulse aus dem Ausland, so das WIFO. Deshalb trugen die Außenwirtschaft und die Herstellung von Waren kaum noch zum Wachstum bei. Bestimmt wurden die BIP-Zuwächse von den Ausrüstungsinvestitionen und vom Konsum. Nachdem die heimische Wirtschaftsleistung bereits im zweiten Quartal deutlich an Dynamik eingebüßt hatte, setzte sich die Abschwächung im dritten Vierteljahr fort, so das WIFO weiter.

Die Impulse aus dem Ausland hätten zwar nachgelassen, allerdings sei der Export gegenüber dem Vorquartal real noch immer um 0,6 Prozent ausgeweitet worden und der Import um 0,5 Prozent. Die Zunahme der Warenausfuhren habe mit real 1,2 Prozent jener der Wareneinfuhren entsprochen, so das WIFO.

Leichter Anstieg bei Inlandsnachfrage

Bestimmt wurde die Expansion der heimischen Wirtschaft im dritten Quartal durch die Inlandsnachfrage. Der Konsum der privaten Haushalte wuchs wie schon im zweiten Vierteljahr um real 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ähnlich stark wurde mit 0,2 Prozent der öffentliche Konsum gesteigert.

Das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen hatte sich bereits im ersten Quartal auf real zwei Prozent verringert, und diese Rate wurde auch im zweiten und dritten Quartal beibehalten. „Die Unternehmen scheinen ihre Investitionen zwar zurückhaltend zu planen, der in der Krise entstandene Rückstand erfordert aber eine leichte Ausweitung der Ersatzinvestitionen“, so das WIFO.

Vor allem Produktion betroffen

Bei den Bauinvestitionen kam es im dritten Quartal zu einem Rückschlag, sie gingen um 0,3 Prozent zurück, nachdem sie im ersten Halbjahr erstmals seit langem wieder gestiegen waren (im ersten Vierteljahr real um 0,2 Prozent, im zweiten um 0,3 Prozent). Von dem Rückschlag waren Wohnbau und Nichtwohnbau gleichermaßen betroffen. Die Bruttoanlageinvestitionen - also die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen - wurden gegenüber der Vorperiode real um 0,6 Prozent ausgeweitet.

Das Nachlassen der Impulse aus dem Ausland wirkte sich laut WIFO vor allem auf die Warenproduktion aus: Im dritten Quartal betrug die reale Zunahme gegenüber der Vorperiode nur noch 0,1 Prozent, nach noch plus 0,9 Prozent im zweiten und plus 3,4 Prozent im ersten Vierteljahr. Zum österreichischen BIP wird das WIFO Anfang Dezember im Detail Stellung nehmen. Die nächste Konjunkturprognose der Institute für 2012 und 2013 (Winterprognose) ist für 21. Dezember geplant.

Anders als in Österreich beschleunigte sich das BIP-Wachstum beim Haupthandelspartner Deutschland im dritten Quartal: Es legte preis-, saison- und kalenderbereinigt zum Vorquartal um 0,5 Prozent zu, gab am Dienstag das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt. Im zweiten Quartal hatte das BIP-Plus in Deutschland 0,3 Prozent betragen statt ursprünglich berechneter 0,1 Prozent.

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