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„Im Euro-Raum nicht wettbewerbsfähig“

Ein Euro-Austritt Griechenlands wird angesichts der festgefahrenen Situation von einigen Seiten nicht mehr völlig ausgeschlossen. „Der Austritt aus der Euro-Zone ist dann eine Möglichkeit, wenn Griechenland die Bedingungen nicht erfüllt und die Reformen nicht umsetzen kann“, so Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) im Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

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Eine Rückkehr zu einer „neuen-alten Währung wie der Drachme wird für Griechenland aber sicher nicht weniger schwierig als der Verbleib in der Euro-Zone“, warnte er.

Der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht gar keine Möglichkeit mehr für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone: „Die Griechen haben keine Chance, im Euro-Raum wettbewerbsfähig zu werden. Sie müssten ihre Löhne um die Hälfte senken. Das geht nur durch Austritt und Abwertung“, sagte Sinn gegenüber der „Wirtschaftswoche“. Wenn es keine Rechtsgrundlage für einen Austritt gebe, sei die Trennung vom Euro möglich. Sinn: „Alles ist technisch machbar, die Trennung der Tschechischen Republik von der Slowakei hat es gezeigt.“

Vorbereitung auf Drachme

Der Reisekonzern TUI bereitet sich jedenfalls bereits vor und sichert sich gegen eine mögliche Rückkehr Griechenlands zur Drachme ab. Laut einem von dem Unternehmen bestätigten Bericht der „Bild“-Zeitung sollen griechische Hoteliers in einem Brief aufgefordert worden sein, einen neuen Vertrag vor dem Hintergrund einer möglichen Währungsumstellung zu unterschreiben. Ökonomen gehen davon aus, dass eine neue griechische Währung direkt nach der Einführung massiv an Wert verlieren könnte.

Einführung müsste heimlich geschehen

Sollte Griechenland zur Drachme zurückkehren, müsste das heimlich passieren, um ein panikartiges Abräumen der Euro-Guthaben bei Banken zu vermeiden, warnt der Währungsexperte Manfred Neumann: „Am besten führt man die Währungsreform an den Weihnachtsfeiertagen durch.“ Man müsse dann das ganze Land abschotten. Die Grenzen müssten geschlossen werden, Banküberweisungen wären verboten, um den Abfluss von Geldern einzudämmen.

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