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Bei verdeckter Ermittlung gefasst

Ein am Mittwoch verhafteter 26-jähriger US-Bürger soll geplant haben, den Sitz des US-Verteidigungsministeriums und des Kongresses in Washington mit Hilfe von mit Sprengstoff beladenen Modellflugzeugen anzugreifen. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Boston in der Nacht auf Donnerstag mit.

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Der Islamist sei im Rahmen einer verdeckten Ermittlung der Bundespolizei FBI gefasst und inzwischen angeklagt worden. Rezwan F. werde zudem vorgeworfen, er habe die Extremistenorganisation Al-Kaida bei Anschlägen auf US-Soldaten im Ausland unterstützen wollen.

Agenten als Terroristen getarnt

Die Öffentlichkeit sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen, versicherte die Staatsanwaltschaft. „Wir werfen dem Beschuldigten vor, von langer Hand gewaltsame Taten gegen unser Land geplant zu haben“, sagte Staatsanwältin Carmen Ortiz. In einer 42-seitigen Erklärung legen die Behörden dar, wie der diplomierte Physiker seit Frühjahr 2010 einen „Dschihad“ gegen die USA und „Feinde Allahs“ geplant haben soll. Verdeckte Ermittler waren dem Mann seitdem auf der Spur.

Er habe vermutlich Handys zu Fernbedienungen für Sprengsätze umgebaut. Die Mobiltelefone habe er an FBI-Agenten weitergegeben, die er für Mitglieder von Al-Kaida gehalten habe. Er sei verhaftet worden, unmittelbar nachdem er von den Agenten Sprengstoff, Granaten und AK-47-Sturmgewehre erhalten habe.

Detaillierte Anschlagspläne

Außerdem habe er detaillierte Anschlagspläne auf Pentagon und Kapitol mitgeteilt, erklärten die Ermittler weiter. Zwischen Mai und September soll der Mann die „nötigen Komponenten“ für seine Pläne bestellt haben, darunter das Flugzeug.

In mehreren aufgezeichneten Gesprächen habe F. erzählt, er ziele auf den „psychologischen“ Effekt durch die Tötung von Amerikanern ab, darunter Frauen und Kinder. „Ich kann einfach nicht aufhören, es gibt für mich keine andere Wahl“, sagte der Verdächtige laut Behördenangaben. Im Mai sei er von Boston nach Washington gereist, um seine Ziele auszuspähen.

Lange Haftstrafe droht

Einem Agenten erzählte er, seine Pläne ausweiten zu wollen und dem Angriff aus der Luft auch eine Attacke auf dem Boden folgen zu lassen. Dabei sollten sechs Attentäter, darunter er, mit Sturmgewehren ausgerüstet werden und auf die aus den Gebäuden flüchtenden Menschen schießen.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu 15 Jahre Haft für die Unterstützung von Extremisten im Ausland, bis zu 20 Jahre für versuchte Angriffe auf US-Verteidigungseinrichtungen und noch einmal bis zu 20 Jahre für die Pläne, Staatsgebäude zu beschädigen oder zu zerstören. Er soll am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden und bis dahin in Haft bleiben.

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