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Rüffel per Propagandamagazin

Für Al-Kaida sind die Anschläge vom 11. September 2001 die „größte Operation“ aller Zeiten - und die Verantwortung dafür will sich die Terrororganisation auch nicht abspenstig machen lassen. In einem Artikel griff Al-Kaida unlängst den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad an. Denn dieser hatte mehrfach behauptet, die USA selbst würden hinter den Anschlägen stecken.

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Warum sollte der Iran so eine „lächerliche Behauptung“ aufstellen, die „jeder Logik und allen Beweisen widerspricht“, heißt es in einem Artikel im englischsprachigen Al-Kaida-Magazin „Inspire“. Das von „Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel“ im Jemen produzierte Propagandamagazin richtet sich mit Artikeln wie Anleitungen zum Bombenbau in „Mutters Küche“ vor allem an westliche Islamisten. Anlässlich des zehnten Jahrestags der Anschläge widmet die bildreiche Illustrierte eine ganze Ausgabe der „größten Spezialoperation“.

Iran als Konkurrent

Wenn der Iran wirklich Amerika-feindlich wäre, würde man sich freuen, wenn jemand anderer dem „großen Satan“ Schaden zufüge. Das sei aber nicht der Fall, heißt es in dem Artikel weiter. Für den Iran sei der Antiamerikanismus nur ein politisches Spiel. Wenn es dem Land ins Konzept passe, sei man Kollaborateur der USA wie bei den US-Einmärschen in Afghanistan und im Irak.

Für den Iran sei Al-Kaida nur ein Konkurrent, wenn es darum gehe, „die Herzen der entrechteten Muslime in aller Welt“ zu erobern. Und das habe Al-Kaida geschafft. Daher sei es für den Iran notwendig die Anschläge von 9/11 in Misskredit zu bringen - und dafür seien Verschwörungstheorien der beste Weg.

Eklat vor der UNO

Ahmadinedschad hatte mit seinen Äußerungen bei der UNO-Vollversammlung in New York für einen Eklat gesorgt. Er nannte die Anschlagserie von 9/11 „mysteriös“. Die Medien seien unter einer „imperialistischen Knechtschaft und schweigen jeden tot, der den Holocaust und die Ereignisse des 11. Septembers 2001 infrage stellt“. Vor einem Jahr hatte Ahmadinedschad für einen ähnlichen Eklat gesorgt, als er behauptete, die Amerikaner hätten die Anschläge, bei denen fast 3.000 Menschen starben, selbst inszeniert.

Ungewohnt deutliche Kritik musste er sich daraufhin von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon gefallen lassen. Die Vereinten Nationen sollten ein Forum der Toleranz, des beiderseitigen Respekts und der kulturenübergreifenden Verständigung sein, sagte Ban nach UNO-Angaben in einem Gespräch mit Ahmadinedschad. „Bemerkungen, die schmerzhafte historische Fakten wie den Holocaust und die Anschläge vom 11. September 2001 infrage stellen oder bestreiten, sind nicht akzeptabel.“

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