Keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr
Aus Protest gegen die harten Sparmaßnahmen und geplante Entlassungen im staatlichen Bereich haben die Bus- und Bahnfahrer am Donnerstag den öffentlichen Nahverkehr in Athen lahmgelegt. Kein Bus, keine U-Bahn und keine Straßenbahn fuhren.
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Auch die Taxifahrer streikten landesweit. Dem Streik schlossen sich die griechischen Eisenbahner an. Auch die Lehrer streikten. Um die Mittagszeit legten auch die Fluglotsen zusammen mit anderen Staatsbediensteten für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Probleme sollte es demnach vor allem im Inlandsverkehr geben. Zahlreiche Auslandsflüge sollten zeitlich versetzt stattfinden.
Auf den Zufahrtsstraßen nach Athen entstanden riesige Staus, da zahlreiche Menschen versuchten, mit ihrem Wagen zur Arbeit zu fahren, wie das Fernsehen zeigte. Andere Arbeitnehmer mussten kilometerweit gehen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Am Mittwochabend versammelten sich mehrere tausend Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME vor dem Finanzministerium, um gegen die Maßnahmen zu protestieren. Die Demonstration verlief friedlich. Am frühen Donnerstagnachmittag wollen Staatsbedienstete im Zentrum Athens demonstrieren.
„Kämpfen bis zum Ende“
Die beiden größten griechischen Gewerkschaften hatten unmittelbar nach Bekanntgabe des Sparprogramms für Oktober zu Streiks aufgerufen, um gegen die Sparpläne der Regierung zu demonstrieren. Am 5. und am 19. Oktober soll die Arbeit für jeweils 24 Stunden niedergelegt werden, sagte der Sprecher der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (ADEDY).
Zudem sollen die Gewerkschaftsmitglieder täglich für mehrere Stunden die Arbeit niederlegen. „Wir werden bis zum Ende kämpfen, um diese Politik zu beenden“, sagte der Gewerkschaftssprecher. „Die Troika und die Regierung müssen weg.“ Die Staatsbediensteten fürchten, dass fast jeder fünfte beim Staat Arbeitende bis 2015 entlassen werden soll. Im Staatssektor arbeiten über 700.000 Menschen, hinzu kommen rund 200.000 Mitarbeiter in staatlichen Unternehmen.
Radikales Sparprogramm
Am Vorabend hatte die Regierung in Athen neue Sparmaßnahmen in Höhe von sechs Milliarden Euro beschlossen und gleichzeitig angekündigt, Tausende Staatsbedienstete entlassen zu wollen. Das betrifft nach Angaben der Regierung 30.000 Menschen.
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