„Pitbull“ droht mit Klagen
Nacktfotos von Scarlett Johansson und anderen Stars, die im Internet in Umlauf gebracht wurden, haben das FBI auf den Plan gerufen. Wie Laura Eimiller, eine Sprecherin der US-Bundespolizei bestätigte, fahndet das FBI nach einem oder mehreren Hackern, die sich Zugriff auf die Computer oder Mobiltelefone von Prominenten verschafft haben.
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Laut Informationen von Freitag soll die Identität von zumindest einem der Hacker, angeblich die des Drahtziehers der Gruppe, den Fahndern bereits bekannt sein. Die Namen der betroffenen Stars wollte die Sprecherin mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Auf Klatschwebsites tauchten aber kürzlich mehrere Nacktfotos der US-Schauspielerin Scarlett Johansson auf, die offenbar von ihr selbst mit einer Handykamera aufgenommen worden waren.
Laut TMZ.com zirkulierten im Netz zudem freizügige Fotos der Schauspielerin Mila Kunis und des Sängers und Schauspielers Justin Timberlake. Die Bilder seien bei Dreharbeiten zum Film „Freunde mit gewissen Vorzügen“ entstanden. Eines der Fotos, das Kunis aufgenommen habe, zeige Timberlake mit nacktem Oberkörper auf einem Bett, ein anderes mit einem rosa Slip über dem Kopf. Zudem kursiere ein Bild von Kunis in der Badewanne, heißt es auf der Website.
Quelle der Bilder unklar
Unklar ist, wo die Bilder im Internet erstmals auftauchten. Die „Washington Post“ nennt als Quelle die Videoseite Worldstarhiphop.com, wo die Bilder bisher fast 900.000 Zugriffe verzeichnen. Andere Medien nennen die US-Seite BuzzFeed als erste Plattform. Johanssons Anwalt wird der Sache jedenfalls auf den Grund gehen. Der in US-Medien als „Pittbull der Stars“ berüchtigte Marty Singer soll bereits in Aktion getreten sein und die Plattformen in scharfen Briefen aufgerufen haben, die „gestohlenen, urheberrechtlich geschützten und privaten Fotos“ umgehend zu entfernen.
Wie TMZ.com berichtete, drohte Singer darin ganz klar damit, die Medien mit Klagen einzudecken für den Fall, dass die Bilder im Netz bleiben. „Sollten Sie sich weigern, unsere Forderungen zu erfüllen, handeln Sie auf eigenes Risiko“, habe der Anwalt gedroht.
Auch Hudgens und Alba gehackt
Die US-Bundespolizei ermittelte schon im März gegen einen Ring von Hackern, die in Handys oder E-Mail-Accounts von rund 50 prominenten Frauen eingedrungen sein sollen, um Fotos und Videos zu stehlen, und bestätigte nun, den Kriminellen dicht auf den Fersen zu sein. Damals wurden unter anderem die E-Mail-Accounts von „Highschool Musical“-Star Vanessa Hudgens und Jessica Alba gehackt.
Bei Bekanntwerden der ersten Fälle meldete das Internetportal The Hacker News, dass Angreifer oft wenig Mühe hätten, Passwörter von Prominenten herauszufinden. Wenn diese die Empfehlung für die Wahl eines besonders sicheren Passworts missachten, lassen sich Passwort oder Sicherheitsabfrage wegen der ausführlichen Berichterstattung über das Privatleben der Stars oft leicht erraten.
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