Von Bucher bis Faymann
Den Reigen der ORF-„Sommergespräche“ hat BZÖ-Obmann Josef Bucher eröffnet, der im Gespräch mit Ingrid Thurnher auf Distanz zur FPÖ ging. Bei Eva Glawischnig von den Grünen standen die Themen Ökologie, Bildung und Nachhaltigkeit im Vordergrund. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache stärkte dem nicht rechtskräftig verurteilten FPK-Obmann Uwe Scheuch den Rücken. ÖVP-Chef Michael Spindelegger nahm zum TA-Skandal Stellung, und SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann kämpft für Berufsheer und Vermögenssteuer.
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ORF
Josef Bucher machte den Anfang bei den „Sommergesprächen“
„Was die FPÖ macht, ist reine Hetze“
Der Rücktritt von Uwe Scheuch „wäre eine hygienische Maßnahme“. Im ersten ORF-„Sommergespräch“ fand BZÖ-Chef Bucher deutliche Worte zur Korruptionsaffäre rund um den - nicht rechtskräftig - verurteilten Scheuch. Und er geht voll auf Distanz zur FPÖ - auch in der Ausländerpolitik: „Was die FPÖ macht, ist reine Hetze.“ Eine Koalition würde er aber mit niemandem ausschließen. Entscheidend seien die Inhalte: „Es ist mir völlig egal, wer in einer möglichen Regierung vertreten ist.“
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ORF
Eva Glawischnig vertrat die „grüne“ Linie in der Politik
Gegen „Sündenbock“-Politik
„Wir leben, als hätten wir zwei Planeten zur Verfügung.“ In der zweiten Runde der ORF-„Sommergespräche“ mit Grünen-Chefin Glawischnig waren Ökologie und Umweltschutz die vorherrschenden Themen. Von Nachhaltigkeit bis zur Sinnhaftigkeit des Biokistls reichte die Palette grüner Ideen. Besondere Kritik musste dabei Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) einstecken. In der Asyldebatte warnte Glawischnig vor einer „Sündenbock-Philosophie“. Einen „Traumjob“ in einer möglichen Regierung zu nennen, fiel der Obfrau hingegen schwer - viel eher ortet sie künftige Entscheidungsträger auf EU-Ebene.
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ORF
FPÖ-Obmann Strache im Gespräch mit Thurnher
Strache stärkt Scheuch den Rücken
FPÖ-Obmann Strache hat dem Chef der Kärntner FPK, Uwe Scheuch, erneut den Rücken gestärkt. Dieser sei zu Unrecht verurteilt worden. Auch die teils heftige Kritik an der Justiz sei gerechtfertigt, solange das Urteil noch nicht rechtskräftig sei. Strache verwehrte sich gegen Vorwürfe, die FPÖ beherberge „Kellernazis“, und bezeichnete seine Partei als „soziale Heimatpartei“. Er sei gegen Ausländer, die nicht arbeiten und sich nicht integrieren wollen.
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APA/ORF/Milenko Badzic
ÖVP-Chef Spindelegger stellt sich den Fragen
Telekom-Affäre ist „kein ÖVP-Skandal“
Die Telekom-Affäre ist auch zum zentralen Thema des ORF-„Sommergesprächs“ mit ÖVP-Chef Spindelegger geworden. Der Vizekanzler glaubt nicht, dass Mitglieder seiner Partei sich etwas zuschulden kommen haben lassen. Sollte es doch Verfehlungen gegeben haben, werde es harte Konsequenzen geben. Trotz der Vorwürfe sieht Spindelegger die Ära Schwarz-Blau unter Kanzler Schüssel weiterhin als Erfolgsstory. Den aktuellen Regierungspartner kritisierte der ÖVP-Chef in Sachen Wehrpflicht. Und auch der SPÖ-Forderung nach Vermögenssteuern erteilte er erneut eine Abfuhr.
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ORF
SPÖ-Chef Werner Faymann im Dachfoyer der Hofburg
„Überzeugungsarbeit“ für Berufsheer
Bildung, Vermögenssteuer und Bundesheer - das waren im letzten ORF-„Sommergespräch“ mit Bundeskanzler Faymann (SPÖ) die großen Themen. Um seine Pläne für eine Abschaffung der Wehrpflicht umzusetzen zu können, will er dem Koalitionspartner ÖVP eine Volksbefragung schmackhaft machen. Die von ihm geplante Vermögenssteuer soll laut Faymann bis zu zwei Milliarden Euro bringen. Obwohl es bei den meisten Themen große Differenzen mit der ÖVP gibt, will Faymann weiter „Überzeugungsarbeit“ leisten.
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