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Teure Arbeiten durch Spenden möglich

In zweieinhalb Jahren soll der Petersplatz in Rom wieder so aussehen, wie er im 17. Jahrhundert geplant und gebaut wurde: Dank einer umfassenden Renovierung sollen die Farben wieder glänzen und im Laufe der Jahre verloren gegangene Details wiederhergestellt werden.

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Die Komplettrenovierung habe bereits mit einer Baustelle an einem Teil des barocken Säulengangs rund um den Platz begonnen, berichtete die Vatikan-Zeitung „L’Osservatore Romano“. Die Arbeiten vor dem Petersdom sollen demnach 30 Monate lang dauern. Dabei würden alle 376 Säulen und Pfeiler, 140 Statuen und die insgesamt 1.200 Meter langen Balkone und Simse renoviert, sagte der Leiter der technischen Dienste der Vatikan-Führung, Pier Carlo Cuscianna, der Zeitung. Auch die Brunnen Clementina und Gregoriana sowie der ägyptische Obelisk in der Mitte des riesigen Platzes werden überarbeitet.

Petersplatz im Vatikan um 1600

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Ansicht des Petersplatz um 1600: Die Kuppel des neuen Petersdomes ist bereits im Bau.

Die Bauarbeiten würden von „großzügigen Spendern“ finanziert, sagte Cuscianna, ohne nähere Angaben zu machen. Die künstlerische und historisch-wissenschaftliche Leitung der Renovierung liegt bei den Vatikanischen Museen unter der Führung von Antonio Paolucci. Ausgeführt werden die Arbeiten von zwei italienischen Baufirmen.

Obelisk mit angeblicher Asche Cäsars

Der Petersplatz, der nicht nur an hohen christlichen Feiertagen einen geradezu magnetischer Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt darstellt, wurde vom italienischen Künstler Giovanni Lorenzo Bernini zwischen 1656 und 1667 gestaltet. Der Platz wird von Säulen in Viererreihen umfasst. In der Mitte des Platzes steht ein Obelisk aus dem Circus, in dem Petrus hingerichtet wurde. Im Fuß des Obelisken soll die Asche Cäsars sein, in seiner Spitze ein Teil des Kreuzes Jesu.

Petersplatz im Vatikan im 18. Jh.

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Blick auf Petersplatz und Petersdom, 1748

Im Hintergrund des Petersplatzes erhebt sich der Petersdom. Die Grabeskirche des Apostels Petrus ist ein zentrales Heiligtum und eine der bedeutendsten Pilgerstätten der katholischen Kirche.

Renovierung des Doms bereits in den 1990er Jahren

St. Peter wurde bereits in den 1990er Jahren komplett renoviert. Über zwei Jahre lang hatte ein riesiges Baugerüst den Touristen den Blick auf das Bauwerk verstellt. 150 Wissenschaftler und Experten hatten das „Gesicht“ der Basilika wiederhergestellt und von Ruß gesäubert. Der Dom ist die zweitgrößte christliche Kirche der Welt - nach der nach ihrem Vorbild gebauten und 1990 eingeweihten Basilika Notre-Dame de la Paix in Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste). Auf über 15.000 Quadratmetern finden im Dom rund 60.000 Gläubige Platz. Die Kuppel hat eine Innenhöhe von 119 Metern, unter ihr steht der Papstaltar mit dem Bronzebaldachin. Im Petersdom sind 164 Päpste begraben.

Petersplatz im Vatikan

Nickel Chromo

Petersplatz von der Kuppel des Petersdoms aus gesehen

Der erste Bau wurde im Jahre 326 von Kaiser Konstantin geweiht und 1506 abgerissen. Im gleichen Jahr wurde der Grundstein für den neuen Dom gelegt, den Papst Urban VIII. am 18. November 1626 weihte. Der erste Entwurf für den heutigen Bau stammt vom Baumeister Bramante, doch prägend war die Arbeit Michelangelos, Bauleiter seit 1547. Michelangelo schuf auch die berühmte Pieta, die den toten Jesus im Schoß Marias darstellt.

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