Erleichterung über Siege der Rebellen
Angesichts des Niedergangs des jahrzehntelangen Regimes von Muammar al-Gaddafi in Libyen sprechen sich internationale Politiker für eine nunmehr gewaltfreie Übergabe an die Aufständischen aus.
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US-Präsident Barack Obama sieht Libyen vor dem Wendepunkt. Tripolis entgleite dem „Griff eines Tyrannen“, das Regime zeige Anzeichen des Zusammenbruchs, sagte Obama am Sonntagabend nach einer Mitteilung des Weißen Hauses in Washington. Der sicherste Weg, um das Blutvergießen zu beenden, sei einfach: „Muammar al-Gaddafi und sein Regime müssen erkennen, dass ihre Herrschaft zu einem Ende gekommen ist.“ Gaddafi müsse einsehen, dass er Libyen nicht länger kontrolliere. „Er muss ein für alle Mal die Macht aufgeben.“
In dieser historischen Zeit müsse der nationale Übergangsrat der Rebellen die notwendige Führungsstärke zeigen, um das Land durch die Phase des Übergangs zu steuern. Obama sagte weiter: „Wir werden weiterhin mit unseren Alliierten und Partnern in der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um das libysche Volk zu beschützen und einen friedlichen Übergang zur Demokratie zu unterstützen.“
NATO: Neue Zukunft aufbauen
Auch die NATO rechnet mit einem schnellen Ende des Regimes. „Heute können wir anfangen, eine neue Zukunft aufzubauen“, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in der Nacht auf Montag in Brüssel. „Das Gaddafi-Regime bröckelt eindeutig.“ Rasmussen forderte Gaddafi und seine Truppen auf, die Macht niederzulegen. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ein neues Libyen zu schaffen - einen Staat, der auf Frieden beruht, nicht auf Angst; Demokratie, nicht Diktatur; dem Willen aller, nicht den Launen weniger.“
EU plant bereits für Nach-Gaddafi-Ära
Die EU beginnt bereits mit der Planung eines Libyen ohne Gaddafi und forderte den libyschen Führer auf, „ohne weitere Verzögerung“ zurückzutreten. Michael Mann, ein Sprecher der EU-Außenkommissarin Catherin Ashton, sagte: „Wir sind Zeugen der letzten Momente des Gaddafi-Regimes und wir rufen ihn auf, ohne weiteres Blutvergießen und ohne Verzögerung zurückzutreten. Wir haben schon Pläne ausgearbeitet, wie wir uns in der Ära nach Gaddafi einbringen können.“
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