Spanien verbietet Proteste gegen Papst-Besuch

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Die spanische Regierung hat gestern eine Massendemonstration gegen den am 18. August anstehenden Papst-Besuch in Madrid verboten. Rund 140 Gruppierungen hatten für den 17. August im Madrider Zentrum zu einer Massendemonstration gegen die kostspielige Teilnahme von Papst Benedikt XVI. am katholischen Weltjugendtag (WJT) aufgerufen, der vom 16. bis 21. August in der spanischen Hauptstadt stattfindet.

Auf dem christlichen Glaubensfest werden rund 1,5 Millionen Besucher erwartet. Papst Benedikt XVI. wird die letzten vier Tage des Events an den Veranstaltungen teilnehmen. Durch die Beteiligung des Papstes werden die Kosten der Veranstaltung aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen mit rund 10.000 Polizisten zwischen 55 und 62 Millionen Euro liegen.

Das ist für die progressiven christlichen Netzwerke, Europa Laica und die Madrider Vereinigung von Atheisten und Freidenkern ein zu hoher Preis für die öffentlichen Kassen in Zeiten der Wirtschaftskrise. Derzeit leiden viele Spanier unter dem rigiden Sparkurs, den die sozialistische Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero (PSOE) im Kampf gegen die ausufernde Neuverschuldung fahren muss, und einer Arbeitslosenquote von derzeit 21 Prozent.