Japan will aus Atomkraft aussteigen

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Vier Monate nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat sich Japans Regierungschef Naoto Kan dafür ausgesprochen, die Abhängigkeit seines Landes von der Atomenergie zu verringern. „Wir müssen eine Gesellschaft entwickeln, die auf Atomenergie verzichten kann“, sagte Kan heute in Tokio. Japan wolle in Etappen aus der Atomkraft aussteigen, so Kan, ohne einen genauen Zeitplan zu nennen.

Die Atomenergie ist der zentrale Pfeiler der Energieversorgung in Japan. Vor der Fukushima-Katastrophe wollte Japan den Anteil der Atomkraft an der Stromerzeugung von rund 30 Prozent auf 50 Prozent bis 2030 erhöhen. Derzeit sind nur 19 der landesweit 54 Reaktoren in Betrieb.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine nachfolgende Tsunami-Welle im Nordosten Japans verheerende Schäden angerichtet. Durch die Naturgewalten war im Atomkraftwerk Fukushima I die größte Atomkatastrophe seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl vor 25 Jahren ausgelöst worden.