Steuersätze: In EU gesunken, in Österreich gestiegen

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Die Steuersätze in den 27 EU-Ländern sind 2009 auf 38,4 Prozent des Bruttonationalprodukts zurückgegangen. Ein Jahr davor waren sie noch bei 39,3 Prozent gelegen, geht aus den jüngsten heute veröffentlichten Daten von Eurostat und EU-Kommission hervor.

Im Euro-Raum fiel die Abgabenquote auf 39,1 Prozent gegenüber 39,7 Prozent 2008. In Österreich erhöhte sie sich von 2008 auf 2009 leicht von 42,6 auf 42,7 Prozent.

Höchster Anstieg in Malta

Von 2000 bis 2009 wurden die stärksten Rückgänge der Abgabenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung in der Slowakei (von 34 auf 28,8 Prozent), Schweden (51,5 auf 46,9 Prozent), Griechenland (34,6 auf 30,3 Prozent) und Finnland (47,2 auf 43,1 Prozent) verzeichnet. In Österreich gab es einen leichten Rückgang von 43,2 auf 42,7 Prozent.

Die höchsten Anstiege wurden in Malta (von 28,2 auf 34,2 Prozent) registriert, gefolgt von Zypern (30,0 auf 35,1) und Estland (31,0 auf 35,9). Im EU-Durchschnitt gab es einen Rückgang von 40,5 auf 38,4 Prozent.

Österreich: Arbeit mit über 40 Prozent besteuert

Der Steuersatz auf Arbeit sank in der EU-27 von 2000 bis 2009 von 35,7 auf 32,9 Prozent. In Österreich erhöhte er sich in dieser Zeit von 40,1 auf 40,3 Prozent. Damit hat Österreich immer noch die sechsthöchsten Steuern in diesem Bereich. Darüber liegen nur Italien (42,6), Belgien (41,5), Frankreich (41,1), Ungarn (41,0) und Finnland (40,4).

Bei den Steuern auf Konsum stieg in der EU der Satz von 20,8 auf 20,9 Prozent. In Österreich sank dagegen dieser Steuersatz von 2000 bis 2009 von 22,1 auf 21,7 Prozent. Bei der Besteuerung auf Kapital verzeichnete die EU einen Rückgang von 25,0 auf 24,6 Prozent, in Österreich gab es ebenfalls einen Rückgang von 27,7 auf 27,0 Prozent.