Strauss-Kahn: Bricht Anklage zusammen?

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Die Anklage gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, wegen versuchter Vergewaltigung steht einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Scheitern.

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Justizkreise, die Strafverfolger hielten die Aussagen des mutmaßlichen Opfers für wenig glaubwürdig. Die Putzfrau habe in der Vergangenheit mehrfach gelogen, meldete das Blatt weiter. Die Anwälte des Franzosen und die Ankläger hätten sich gestern getroffen und berieten nun darüber, ob die Verbrechens-Vorwürfe gegen Strauss-Kahn fallengelassen werden sollten. Auch eine Entlassung aus dem Hausarrest sei möglich, hieß es.

Verteidigung: Freiwilliger Sex

Strauss-Kahn war im Mai verhaftet worden, nachdem ihn die Hotelangestellte angezeigt hatte. Es gibt forensische Beweise dafür, dass es zu sexuellem Kontakt zwischen dem Banker und der Putzfrau gekommen ist. Nach anfänglichem Leugnen jeder sexuellen Begegnung waren die Anwälte Strauss-Kahns nach Bekanntwerden der Sperma-Spuren auf der Kleidung der Frau dazu übergegangen, von freiwilligem Sex zu sprechen.

Strauss-Kahn war in der Untersuchungshaft von seinem Posten als IWF-Chef zurückgetreten. Gegen eine hohe Kaution und das Tragen einer elektronischen Fessel war er aus der Untersuchungshaft freigekommen.