Notlandung gerade noch geschafft
Nach dem Beinaheabsturz eines Airbus A380 bei Singapur hat sich die australische Fluggesellschaft Qantas mit dem Triebwerkshersteller Rolls-Royce auf eine Entschädigung geeinigt. Rolls-Royce zahle 95 Millionen australische Dollar (rund 70 Mio. Euro), teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit.
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Die Klage sei damit vom Tisch. Die Details der Vereinbarung mit Rolls-Royce seien vertraulich, teilte das Unternehmen mit. „Die Abfindung in Höhe von 95 Mio. Dollar wird im Ergebnis berücksichtigt“, hieß es weiter. Ein Fehler im Triebwerk hatte Anfang November zu dem bisher schwersten Zwischenfall mit einem A380 geführt.
Bei Flug QF32 war kurz nach dem Start in Singapur in einem Triebwerk Öl ausgelaufen und in Brand geraten. Teile des Triebwerks der Marke Trent 900 stürzten zu Boden. Die Piloten schafften eine Notlandung, und die 469 Menschen an Bord kamen mit dem Schrecken davon. Die Fluggesellschaft ließ ihre anderen fünf A380 mehr als drei Wochen auf dem Boden, um Triebwerke zu reparieren und auszutauschen, und klagte Rolls-Royce daraufhin.
Pannenserie riss nicht ab
Qantas wurde monatelang von Pannen verfolgt. Ein Triebwerksproblem zwang eine Qantas-Maschine Ende Mai zur Umkehr nach Bangkok. Die Boeing 747 mit 308 Menschen an Bord landete mit den drei noch funktionierenden Rolls-Royce-Triebwerken problemlos auf dem Suvarnabhumi-Flughafen der thailändischen Hauptstadt, sagte eine Flughafensprecherin. Die Maschine war unterwegs nach London. Es war die zweite unplanmäßige Landung mit Problemen an einem Rolls-Royce-Triebwerk innerhalb von fünf Tagen. Zuvor war eine Maschine der Cathay Pacific in Singapur notgelandet. Die Flughafenfeuerwehr musste Flammen im Triebwerk löschen.
Wie der Pilot der Cathay-Maschine bemerkte auch der Qantas-Pilot kurz nach dem Start die Probleme. Er entschloss sich, das Triebwerk vorsichtshalber abzuschalten. „Das Flugzeug kann mit drei Triebwerken sicher fliegen, und es ist ganz normal in Bangkok gelandet“, sagte eine Qantas-Sprecherin in Sydney.
Brand bei Cockpitfenster
Ende März musste ein Qantas-Airbus A330 wegen eines Feuers im Cockpit mit 158 Menschen an Bord in Cairns im Nordosten Australiens notlanden. Verletzt wurde niemand. Wie die Airline mitteilte, war der Brand offenbar wegen eines elektrischen Defekts im Bereich des Cockpitfensters ausgebrochen.
Die Piloten legten Sauerstoffmasken an und löschten die Flammen. Anschließend steuerten sie den nächstgelegenen Flughafen an. Die Maschine befand sich mit 147 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Flug von den Philippinen nach Sydney. „Das Heizsystem für die Cockpitscheibe war defekt und hat Rauch und kleine, zwei Zentimeter große Flammen an der linken Scheibe verursacht, die von den Piloten gelöscht werden konnten“, sagte ein Sprecher der Fluglinie damals.
Zuvor ereignete sich im Jänner auf einem australischen Inlandsflug ein dramatischer Zwischenfall, als plötzlich der Druck abfiel und die Maschine fast 7.000 Meter unkontrolliert absackte. Im selben Monat musste eine Boeing 747 wegen Problemen mit der Treibstoffzufuhr auf dem Flug nach New York in Fidschi notlanden.
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