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Gefecht dauerte 24 Stunden

Schwer bewaffnete Taliban haben im Nordwesten Pakistans einen Kontrollposten an der Grenze zu Afghanistan überfallen. Nach Angaben der Polizei im Distrikt Upper Dir starben 27 Angehörige der Polizei und einer paramilitärischen Grenzschutzeinheit sowie acht Zivilisten. Zwischen 200 und 300 Terroristen hätten an dem Gefecht teilgenommen, so Polizeisprecher Nazir Khan am Donnerstag.

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Khan sagte weiter, vier Mitglieder einer Familie, darunter Frauen und Kinder, seien getötet worden, als eine Mörsergranate der Taliban ihr Haus traf. Ein Geistlicher einer örtlichen Moschee sei bei den 24 Stunden dauernden Gefechten ebenfalls ums Leben gekommen.

Taliban bekennen sich zu Anschlag

Die Taliban hätten zudem einen afghanischen Lastwagenfahrer getötet und dessen Fahrzeug übernommen, um Leichen ihrer Mitkämpfer abzutransportieren. „Als die Armeehubschrauber ihre Stellungen in den umliegenden Hügeln bombardierten, flohen sie (die Taliban) Richtung Afghanistan“, sagte der Polizeisprecher.

Ein Geheimdienstmitarbeiter, der ungenannt bleiben wollte, sagte, die Extremisten seien aus der benachbarten afghanischen Provinz Kunar über die Grenze gekommen. Sie hätten vorübergehend drei Dörfer eingenommen. Die pakistanischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Ein Sprecher der Taliban in der Region Malakand namens Omar Hassan Alharabi sagte, mehr als 50 Angehörige der Sicherheitskräfte seien getötet und 15 weitere gefangen genommen worden.

Erneut deutscher Soldat getötet

Die Taliban bekannten sich am Donnerstag auch zu einem Sprengstoffanschlag in der Provinz Baghlan im Norden Afghanistans. Bei dem Anschlag kam ein deutscher Soldat ums Leben, wie die Deutsche Bundeswehr bestätigte. Demnach wurden außerdem zwei Bundeswehrsoldaten schwer und drei weitere leicht verletzt. In der Unterrichtung des Einsatzführungskommandos ans Parlament heißt es: „Bei dem Anschlag wurde ein Schützenpanzer Marder angesprengt, dabei ist ein deutscher Soldat gefallen.“

Der Soldat ist der vierte getötete Deutsche in Nordafghanistan in nicht einmal zehn Tagen. Zu dem Anschlag kam es um 9.54 Uhr Ortszeit (07:24 Uhr MESZ) 36 Kilometer südlich von Kundus. Die Verletzten seien per Hubschrauber ins Feldlazarett ins Bundeswehrcamp nach Kundus gebracht worden. Der getötete Soldat sei noch „am Anschlagsort gefallen“, heißt es in der Unterrichtung für die Abgeordneten.

Zahlreiche Anschläge in Afghanistan

Erst am vergangenen Samstag waren bei einem Anschlag am Sitz des Gouverneurs der Provinz Tachar zwei deutsche Soldaten getötet und sechs weitere verletzt worden. Am Mittwoch vergangener Woche war außerdem bei einem Sprengstoffanschlag auf eine deutsche Patrouille in der Provinz Kundus ein Bundeswehrsoldat getötet worden. Ein weiterer Soldat und ein afghanischer Übersetzer waren bei der Attacke verletzt worden.

Hunderte pakistanische Taliban-Kämpfer waren 2009 bei einer Armeeoffensive in Malakand nach Afghanistan geflohen. Zu Malakand gehören unter anderem Dir und das Swat-Tal.

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