Treffen 20 europäischer Staatschefs in Polen
Das Treffen von 20 Staatspräsidenten aus Mittel- und Südosteuropa, zu dem auch Bundespräsident Heinz Fischer reiste, hat heute in Warschau begonnen. „Jedes unserer Länder hat einen schwierigen Weg vom Totalitarismus zur Demokratie durchlaufen“, sagte das polnische Staatsoberhaupt Bronislaw Komorowski in seiner Eröffnungsrede. Die Demokratiebewegung der Länder um die EU, vor allem in Nordafrika, ist das Hauptthema des Treffens.
„Der Weg zur Demokratie ist unser gemeinsames Ziel und unsere gemeinsame Herausforderung“, sagte Komorowski. Die Plenarsitzung, die nach seiner Eröffnungsrede begann, ist nicht öffentlich. An dem Treffen nehmen neben Komorowski und Fischer die Staatsoberhäupter von Deutschland, Italien, Albanien, Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Montenegro, Estland, Kosovo, Litauen, Lettland, Mazedonien, Moldau, der Slowakei, Slowenien, der Ukraine und Ungarn teil. Rumänien und Serbien hatten wegen der Teilnahme der kosovarischen Präsidentin Atifete Jahjaga abgesagt.
Das Treffen besteht aus zwei Arbeitssitzungen. In der Früh berichten die Teilnehmer über ihre Erfahrungen mit der Entwicklung der Demokratie. Nach dem Mittagessen soll über gemeinsame Initiativen zur Förderung der Demokratie beraten werden. Am Nachmittag wird außerdem US-Präsident Barack Obama in Warschau eintreffen, der dann am Abendessen der Staatschefs teilnimmt. Bundespräsident Fischer wird im Anschluss nach Wien zurückkehren.