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Zur „unerwünschten Person“ erklärt

Die Äußerungen von Filmregisseur Lars von Trier über Hitler und die Nazis haben zur Abbestellung seines neuen Films „Melancholia“ aus Israel geführt. Von Triers Geschäftspartner in der Filmgesellschaft Zentropa, Peter Albaek Jensen, bestätigte der Nachrichtenagentur Ritzau in Kopenhagen, dass der zuständige israelische Filmverleih einen schon geschlossenen Vertrag wieder auflösen wolle.

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Nach Angaben der Zeitung „Politiken“ von Freitag ging bei Zentropa auch eine Abbestellung aus Argentinien ein. Man könne nicht den Film eines Mannes zeigen, der „mit seiner klaren Nazi-Erklärung das jüdische Volk und die ganze Menschheit gekränkt hat“, hieß es in der Erklärung des Verleihs.

Partner: Aussagen „schwachsinnig und dämlich“

Jensen hatte umgehend nach den Trier-Äußerungen erklärt, er erwarte mit mehreren Ländern Probleme. Er nannte die Äußerungen seines Partners „schwachsinnig und dämlich“.

Trotz seiner Entschuldigung für die Äußerungen wurde der Däne vom diesjährigen Cannes-Festival als „unerwünschte Person“ ausgeschlossen. Die jüngsten Kommentare des Filmemachers seien „nicht akzeptabel, nicht tolerierbar und stehen im Gegensatz zu den Idealen der Humanität und Großzügigkeit“ des Festivals, hieß es in der Erklärung.

Verständnis für Adolf Hitler

Von Trier hatte am Mittwoch auf der Pressekonferenz zu seinem Wettbewerbsbeitrag „Melancholia“ erzählt, dass seine Familie deutsche Wurzeln habe. Wie der „Spiegel“ berichtete, begann der Verbalausfall, nachdem er von einem Journalisten zu früheren Äußerungen befragt wurde, in denen der Regisseur ein Interesse an Nazi-Ästhetik bekundet hatte.

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz fügte Von Trier dann hinzu: „Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg, und ich bin nicht gegen Juden. Ich bin sogar sehr für die Juden. Oder nein, so doll nun auch wieder nicht. Schließlich geht einem Israel wirklich auf die Nerven.“ Am Ende schien er, so der „Spiegel“, selbst nicht mehr so recht zufrieden zu sein mit dem Gesagten: „Wie komme ich jetzt bloß aus diesem Satz wieder raus.“ Später sagte der Däne dann noch trotzig: „Okay, ich bin ein Nazi.“

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