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Blutiger Doppelanschlag

Bei einem verheerenden Selbstmordanschlag auf Rekruten sind am Freitag im Nordwesten Pakistans mindestens 89 Menschen getötet worden. Laut Krankenhausangaben wurden über 115 Menschen verletzt. Mehrere schweben in Lebensgefahr.

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Zu dem Doppelanschlag kam es außerhalb eines Camps des paramilitärischen Frontier Corps (FC) im Distrikt Charsadda nahe der Provinzhauptstadt Peshawar. Die Einheit wird vor allem im Kampf gegen Aufständische an der afghanischen Grenze eingesetzt und ist immer wieder Ziel von Anschlägen. Laut Polizeiangaben sind mindestens fünf der Toten Zivilisten. Bei den anderen Opfern handelte es sich um Rekruten.

Nach Angaben des Frontier Corps wollten sich am Freitag mehr als 800 Rekruten nach Abschluss ihrer Ausbildung auf den Weg in den Urlaub machen. Polizeisprecher Jehanzeb Khan sagte, die Rekruten seien gerade dabei gewesen, ihr Gepäck in Busse außerhalb des Lagers zu verladen, als die Selbstmordattentäter auf einem Motorrad ankamen.

„Erste Rache für Märtyrertod“

Einer der Attentäter sei abgestiegen und habe sich versteckt, sagte Khan. Der andere habe sich bei den Bussen in die Luft gesprengt. Als sich Menschen am Anschlagsort versammelten, um Hilfe zu leisten, habe der zweite Attentäter seinen Sprengstoff in der Menge gezündet.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Doppelanschlag. „Das war die erste Rache für Osamas Märtyrertod“, sagte Taliban-Sprecher Ehsanullah Ehsan der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. Er kündigte weitere „größere Attacken“ in Pakistan und Afghanistan an. Al-Kaida und die radikalislamischen Taliban hatten geschworen, die Tötung Bin Ladens durch eine US-Spezialeinheit in der Nacht auf den 2. Mai in Pakistan zu rächen.

Rückzugsgebiet der Taliban

In Pakistan wurden in den vergangenen vier Jahren mehr als 4.300 Menschen bei Bombenanschlägen getötet. Die meisten der Anschläge ereignen sich im Nordwesten des Landes, der als Hochburg islamistischer Kämpfer und als Rückzugsgebiet der Taliban und des Terrornetzwerks Al-Kaida gilt.

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