Flüchtlinge über Bord geworfen? Ermittlungen in Italien
Fünf Bootsflüchtlinge sollen auf dem Weg von Libyen zur Insel Lampedusa über Bord geworfen und damit „geopfert“ worden sein. Dieser Behauptung eines 16-jährigen Migranten aus Ghana geht jetzt die sizilianische Staatsanwaltschaft nach, berichteten italienische Medien heute.
Ermittelt werde wegen mehrfachen Mordes. Der junge Mann hatte sich zunächst gegenüber Mitarbeitern der Hilfsorganisation Save the children geäußert, den Vorfall vom 1. Mai später aber auch der Polizei in Agrigent berichtet.
Bei den Tätern soll es sich - nach Aussage des Minderjährigen - um sechs Nigerianer handeln. Um „den Zorn der Geister zu besänftigen und das Meer zu beruhigen“, sollen die Opfer von Bord geworfen worden sein. Zudem seien Frauen auf dem Schiff vergewaltigt worden. An Bord waren über 460 Menschen.