Keine Bewerbung für Menschenrechtsrat
Syrien bewirbt sich Diplomaten zufolge offenbar doch nicht für einen Sitz im UNO-Menschenrechtsrat. Stattdessen lasse das Land dem Golfstaat Kuwait den Vortritt, sagten mehrere UNO-Diplomaten am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.
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Um die insgesamt vier für asiatische Nationen frei gehaltenen Plätze in dem Gremium bewerben sich demnach auch Indien, Indonesien und die Philippinen. Ein Drittel der Sitze soll die UNO-Vollversammlung am 20. Mai wählen. Insgesamt sind 47 Nationen im Menschenrechtsrat vertreten. Das Gremium soll überwachen, ob sich Staaten an internationale Vereinbarungen zur Einhaltung der Menschenrechte halten. Eine Wahl Syriens wäre angesichts der steigenden Gewalt in den letzten Wochen ohnedies außer Frage gestanden.
UNO-Sicherheitsrat alarmiert
Die Lage in Syrien hat sich in den letzten Tagen so weit verschärft, dass nun auch die Vereinten Nationen reagierten. Am Dienstag war das gewaltsame Vorgehen des Regimes gegen Demonstranten Schwerpunkt einer Sitzung des Sicherheitsrates, in der es eigentlich um den Schutz von Zivilisten auf der ganzen Welt gehen sollte.
Sie sei alarmiert und im höchsten Maße beunruhigt, sagte UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos im mächtigsten UNO-Gremium. Amos nannte es erschreckend, dass die syrische Regierung Panzer und Artillerie in Wohngebieten einsetze. Laut UNO verweigert das Regime auch Hilfstransporte in die von Unruhen erschütterte Stadt Daraa.
Stellungnahme von Assad gefordert
Die Weltorganisation habe von Präsident Baschar al-Assad eine Stellungnahme gefordert, weil der Machthaber in Damaskus noch vor einer Woche solch einer Mission zugestimmt hatte. Die Erkundungsteams sollen klären, was in welchen Mengen gebraucht wird und wie es dorthin geschafft werden kann. Ähnliche Trupps sind derzeit auch in Libyen im Einsatz.
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