Elfenbeinküste: Vier UNO-Soldaten verletzt
Bei einem Angriff von Spezialkräften des abgewählten, aber an seinem Amt festhaltenden Präsidenten der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, sind nach UNO-Angaben gestern in der Wirtschaftsmetropole Abidjan vier Blauhelmsoldaten schwer verletzt worden.
Eine Patrouille der UNO-Mission UNOCI sei „während einer humanitären Mission“ im Zentrum der Stadt erneut das Ziel von Schüssen der Gbagbo-Milizen geworden, erklärte die UNO-Mission.
„UNOCI verurteilt die Welle gezielter Angriffe der Sonderkräfte von Laurent Gbagbo gegen den Sitz und die Patrouillen der UNO-Mission und versichert, dass es für die dafür Verantwortlichen keine Straffreiheit geben wird“, heißt es in der Erklärung weiter.
Schwere Vorwürfe gegen Wahlsieger
Die UNO hatte die Truppen des international anerkannten Siegers der Präsidentenwahl vom November, Alassane Ouattara, zuletzt für zahlreiche Tote im Westen des Landes verantwortlich gemacht. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte mitgeteilt, dass bei einem Massaker in Duekoue zu Wochenanfang mindestens 800 Menschen getötet worden seien.