Tirol: Google Street View fotografiert Skipisten
Das vielerorts heftig umstrittene Service Google Street View war gestern erstmals auf den Skipisten Österreichs unterwegs. Erstes Skigebiet war das im Tiroler Paznauntal gelegene Ischgl. Das Schneemobil startete auf der 2.320 Meter Seehöhe gelegenen Idalp, um Bilder der 238 Pistenkilometer der Silvretta Arena einzufangen, hieß es in einer Aussendung.
„Snow-View-Mobil“
In Zukunft soll auch eine virtuelle Pistenabfahrt über die längste Piste in Ischgl, die „Eleven“ von der Greitspitze über die Idalp bis in den Ort - möglich sein. Bis auf den 2.864 Meter hohen Palinkopf sei das „Snow-View-Mobil“ unterwegs gewesen.
Aus den Aufnahmen werde Google 360-Grad-Ansichten anfertigen, die dem Internetnutzer „ein virtuelles Herunterflitzen von österreichischen Skipisten“ und das „Erkunden des Bergpanoramas“ ermöglichen soll. Dieser technische Vorgang kann aber laut dem Suchmaschinenanbieter Monate dauern.
Weitere Skigebiete in Planung
Entgegen vielen kritischen Stimmen aus anderen Ländern wurde das Pionierprojekt von den Tiroler Touristikern begrüßt. „Damit werden sich unsere Gäste ein noch besseres Bild unserer tollen Abfahrten und Beförderungsanlagen machen können“, sagte Tourismusdirektor Alfons Parth.
Laut Google wird man das Schneemobil auch in anderen beliebten österreichischen Skigebieten wie beispielsweise Sölden einsetzen. 2010 hatte ein Schneemobil das erste Mal Aufnahmen von Pisten gemacht, nämlich im kanadischen Whistler bei den Olympischen Winterspielen.