Bwin: Fusionskosten drücken Jahresgewinn
Der Marktstart in Frankreich und die Vorbereitungen für die Fusion mit PartyGaming haben beim Sportwettanbieter bwin den Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gedrückt. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 13,9 Millionen Euro nach 46,3 Millionen Euro in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen heute mitteilte.
Die Zahlen sind allerdings nur noch bedingt relevant. Mittlerweile wurde die Fusion mit PartyGaming vollzogen. Das neue Unternehmen bwin.party wird künftig an der Londoner Börse gelistet sein. Bwin.party wird weltweit zum größten Internetanbieter von Sportwetten, Poker- und Casinospielen. Die bwin-Aktie wird am Freitag das letzte Mal in Wien gehandelt.
Bruttospielerträge weiter gestiegen
Bwin steigerte im vergangenen Jahr seine Bruttospielerträge - also Einsätze abzüglich ausbezahlter Gewinne - um 15,2 Prozent auf 446,6 Millionen Euro. Rückenwind gab es vor allem durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Das Betriebsergebnis sank um 77,2 Prozent auf 11,7 Millionen Euro.
Mit ein Grund waren laut bwin die hohen Kosten für die künftig gemeinsame IT-Infrastruktur mit PartyGaming. In Bangalore wurden 50 Mitarbeiter für IT eingestellt. Die Sportwettplattform und das Zahlungssystem sollen aber weiterhin von Wien aus weiterentwickelt werden, so bwin- und bwin.party-CEO Norbert Teufelberger.
Wie viele der rund 800 bwin-Mitarbeiter in Wien das Unternehmen verlassen oder umgesiedelt werden, wollte er nicht sagen. Es soll aber in den administrativen Bereichen der Holding Verschiebungen geben.
Dividendenentscheidung Mitte April
Dividendenvorschlag wurde von bwin keiner eingebracht. Eine Entscheidung über die neue Gesellschaft soll Mitte April erfolgen. Für bwin.party wurde auch keine Ergebnisprognose abgegeben. Die Entwicklungen seien derart volatil, „es ist schwierig abzusehen, wann was erlaubt wird“, sagte Teufelberger.