Themenüberblick

Die jüngsten Entwicklungen

Die westliche Staatengemeinschaft hat die zweite Welle ihrer Luftangriffe auf Libyen gestartet, um die Flugverbotszone durchzusetzen. Ein Liveticker zu den Entwicklungen am Montag:

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

20.01 Uhr: Reuters-Reporter hören eine Explosion in der Hauptstadt Tripolis, gefolgt von Luftabwehrfeuer.

19.46 Uhr: US-Präsident Barack Obama sagt in Washington, die USA würden die Führung des Libyen-Einsatzes abgeben, sobald die libysche Luftabwehr ausgeschaltet ist.

18.52 Uhr: Die USA werden ihre Beteiligung an dem Einsatz in Libyen bald zurückfahren, sagt US-Verteidigungsminister Robert Gates der Nachrichtenagentur Interfax. Es wäre ein Fehler, sich den Tod Al-Gaddafis zum Ziel zu setzen.

18.20 Uhr: Kanada hat am Montag Einsätze mit sechs Flugzeugen über Libyen geflogen. Das teilt das kanadische Verteidigungsministerium mit. Ziele wurden nicht angegriffen.

17.27 Uhr: Das libysche Militär hat laut al-Jazeera die Stadt Sintan mehrere Stunden lang beschossen.

17.25 Uhr: Die Koalition hat am Montag 70 bis 80 Einsätze geflogen. Das sagt US-General Carter Ham, der Oberbefehlshaber der Koalitionstruppen.

17.15 Uhr: Das Kommando über den Einsatz gegen Libyen soll der britischen Regierung zufolge langfristig an die NATO übertragen werden.

16.36 Uhr: Die libysche Luftabwehr ist nach Aussage des britischen Premierministers David Cameron zum großen Teil ausgeschaltet.

16.31 Uhr: Der Rat der Rebellen lehnt Verhandlungen mit Al-Gaddafi über ein Ende der Gewalt ab. „Er wird weltweit als Kriegsverbrecher gesucht“, sagt ein Mitglied des Rates in Bengasi.

16.16 Uhr: Die internationale Koalition hat nach Angaben des US-Militärs über Nacht zehn bis zwölf Raketen auf Ziele in Libyen abgefeuert. Das seien deutlich weniger als am ersten Tag, sagt ein Sprecher.

15.46 Uhr: Russlands Präsident Dimitri Medwedew kritisiert Ministerpräsident Wladimir Putin, der die UNO-Resolution mit einem „Aufruf zum Kreuzzug“ verglichen hat: Der Begriff sei in diesem Zusammenhang inakzeptabel.

12.58 Uhr: Ein Sprecher der Rebellen in Bengasi spricht sich ausdrücklich für Luftangriffe ausländischer Mächte aus. Den Einsatz von Bodentruppen lehnt er aber ab. Ziel der Rebellen bleibe es, die Hauptstadt Tripolis einzunehmen.

12.56 Uhr: Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin übt scharfe Kritik an dem Einsatz in Libyen. Die UNO-Resolution dazu ähnle einem mittelalterlichen Aufruf zum Kreuzzug. Es entwickle sich zu einem Trend in der US-Außenpolitik, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Die Entwicklung in Libyen deute darauf hin, dass Russland seine eigenen Verteidigungsfähigkeiten stärken sollte.

10.47 Uhr: Truppen von Muammar al-Gaddafi bringen nach Angaben eines Rebellensprechers Zivilisten in die umkämpfte Stadt Misrata, um sie dort als menschliche Schutzschilde einzusetzen. Bewohnern zufolge ist die Stadt von Al-Gaddafi-Truppen eingekesselt und von der Wasserversorgung abgeschnitten. Im Stadtzentrum halten sich demnach bewaffnete Al-Gaddafi-Truppen in Zivil auf.

10.16 Uhr: Der Chef der Arabischen Liga, Amr Mussa, sagt, es gebe wegen der UNO-Resolution zu Libyen keinen Konflikt. Sein Staatenbund respektiere den Beschluss des Sicherheitsrats. Die Resolution diene dem Schutz von Zivilisten. „Und darum geht es uns“, sagt er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo.

7.57 Uhr: Die französische Regierung erklärt, sie habe keine Informationen über zivile Opfer der Luftangriffe.

0.37 Uhr: Die NATO einigt sich auf einen Einsatzplan zur Umsetzung eines Waffenembargos für Libyen. Über eine Beteiligung der NATO an der Umsetzung der Flugverbotszone gebe es noch weiteren Gesprächsbedarf, sagte ein NATO-Vertreter.