Die jüngsten Entwicklungen in Japan
Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami kämpft Japan gegen eine drohende Atomkatastrophe. Nachfolgend die wichtigsten Entwicklungen der letzten Stunden (alle Zeitangaben MEZ):
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17.36 Uhr: Die IAEA erklärte, es „haben seit gestern besorgniserregende Ereignisse stattgefunden“. Yukiya Amano, Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), sprach von zusätzlichen Beschädigungen an den Reaktoren des AKW Fukushima I sowie der Freisetzung von Radioaktivität. Genaue Angaben zur aktuellen Situation machte Amano allerdings nicht.
17.10 Uhr: Die EU einigt sich auf europaweite „Stresstests“ für Atomkraftwerke.
15.39 Uhr: TEPCO erwägt nach eigenen Angaben, per Hubschrauber Wasser auf das Aufbewahrungsbecken von Reaktor 4 abzuwerfen.
15.07 Uhr: Das Aufbewahrungsbecken für die verbrauchten Brennstäbe in Reaktor 4 des AKW Fukushima I kann nicht mehr mit Wasser gefüllt werden, wie die Betreiberfirma TEPCO mitteilt.
15.01 Uhr: Die Region Kanto, in der auch die Millionenstadt Tokio liegt, ist von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Das Beben überstieg der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge Stärke sechs. Ein Tsunami sei nicht zu befürchten, heißt es.
14.25 Uhr: Die offizielle Zahl der bei der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommenen Menschen ist auf 3.373 gestiegen. 6.746 Menschen würden vermisst, so die Polizei.
14.05 Uhr: Das deutsche Auswärtige Amt verhängt eine „Teilreisewarnung“ für den Nordosten Japans. Es rät außerdem von nicht erforderlichen Reisen nach Japan generell ab.
13.24 Uhr: Die deutsche Lufthansa hat angekündigt, nicht mehr nach Tokio zu fliegen. Die Flüge von Frankfurt werden stattdessen nach Nagoya umgeleitet, die Maschinen aus München landen in Osaka, wie ein Sprecher des Konzerns am Dienstag sagte.
13.16 Uhr: Die Strahlung in Fukushima I steigt wieder. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass das Personal nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben könne, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
11.42 Uhr: Ein Nachbeben der Stärke 6,3 erschüttert die Region rund um Fukushima I.
11.09 Uhr: Die UNO-Wetterbehörde World Meteorological Organization (WMO) erklärt, dass die Winde über Japan die radioaktiv verstrahlte Luft aufs offene Meer treiben. Es bestehe derzeit keine Gefahr für Japan.
10.20 Uhr: Die Außenwand von Reaktor 4 von Fukushima I ist nach einem Brand und einer Explosion stark beschädigt. Die Atomaufsicht des Landes teilt mit, in der Wand klafften zwei Löcher mit einer Größe von jeweils acht Quadratmetern.
10.06 Uhr: Die radioaktive Belastung in der Nähe von Tokio steigt nach Angaben der Präfektur von Chiba auf das zehnfache Niveau der üblichen Strahlung, wie die Agentur Kyodo berichtet.
10.01 Uhr: Nach Angaben des AKW-Betreibers TEPCO sind bis Dienstag noch 50 Mitarbeiter in Fukushima I. 750 Mitarbeiter seien abgezogen worden.
9.36 Uhr: Laut Kyodo könnte das Wasser im Abklingbecken des Reaktors 4 in Fukushima I kochen. Der Pegelstand des Wassers geht demnach zurück. In einem Abklingbecken werden die abgebrannten Brennstäbe aufbewahrt.
7.30 Uhr: Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) beziffern japanische Behörden die Strahlenbelastung beim Atomkraftwerk Fukushima I auf bis zu 400 Millisievert pro Stunde. Laut der deutschen Strahlenschutzverordnung von 2001 liegt der Dosisgrenzwert für die Bevölkerung bei einem Millisievert im Kalenderjahr.
6.46 Uhr: Die Strahlenbelastung 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio ist bis zu zehnmal höher als normal, so Kyodo unter Berufung auf städtische Behörden.
6.09 Uhr: Es ist eine Flugverbotszone im Umkreis von 30 Kilometern um Fukushima I eingerichtet worden, wie Kyodo unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtet.
5.39 Uhr: Angesichts der Warnungen vor der Strahlenbelastung rund um Fukushima I kommt es in Tokio zu Panikkäufen. Einige Einwohner decken sich mit Lebensmitteln und anderen Vorräten ein.
3.41 Uhr: In Kanagawa bei Tokio werden laut Kyodo kurzzeitig Strahlenwerte gemessen, die den Normalwert um das Neunfache übersteigen.
3.25 Uhr: Nach Angaben des Betreibers des Atomkraftwerkes Fukushima I ist ein Feuer im Reaktorgebäude 4 ausgebrochen. Man habe die Streitkräfte von Japan und der USA gebeten, den Brand zu löschen.
3.03 Uhr: Die Strahlenbelastung rund um das Atomkraftwerk ist nach den Worten von Ministerpräsident Naoto Kan hoch. Die Wahrscheinlichkeit eines Lecks steige.
2.49 Uhr: Japan hat nach den Worten von Finanzminister Yoshihiko Noda genügend Geld, um kurzfristig die Folgen des Erdbebens zu bekämpfen.
2.22 Uhr: Nach Angaben der japanischen Atombehörde ist noch nicht geklärt, ob bei der neuen Explosion ein Reaktorbehälter beschädigt wurde.
2.10 Uhr: Wirtschaftsminister Kaoru Yosano äußert sich zuversichtlich, dass die Unruhe auf den Märkten nicht lange anhält. Es sei wichtig, die Märkte in Tokio nicht zu schließen. Andernfalls würde es international große Auswirkungen geben.
1.47 Uhr: Der Nikkei-Index fällt unter die Marke von 9.000 Punkten. Das Minus beträgt 6,6 Prozent.
1.36 Uhr: Die japanische Notenbank stützt den Bankensektor des Landes weiter mit großen Summen. Am Dienstag beträgt die Summe zunächst fünf Billionen Yen nach einem Rekordwert von 15 Billionen Yen am Montag.
1.01 Uhr: Die Strahlenbelastung in Fukushima I steigt nach Angaben des Betreibers nach der erneuten Explosion auf 8.217 Mikrosievert pro Stunde. Zuvor war Medienberichten zufolge ein deutlich niedrigerer Wert gemessen worden.
0.45 Uhr: Bei der erneuten Explosion in Reaktor 2 von Fukushima I wird nach einem Bericht der Agentur Jiji das Dach der Anlage beschädigt. Dampf steige aus dem Komplex empor, heißt es.
0.01 Uhr: Die japanische Atombehörde bestätigt, dass es in Fukushima I in Reaktor 2 eine Explosion gab.