Film über bulgarische Pfleger in Libyen geplant

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Vor dem Hintergrund der blutigen Ereignisse in Libyen haben Hollywood-Produzenten einen Film über einst in Tripolis zum Tode verurteilte Bulgarinnen angekündigt. In dem Streifen „Die Sechs von Bengasi“ wollen Richard Harding und Sam Feuer („The First Grader“) das achtjährige Drama der fünf bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes erzählen.

Auch diese Geschichte sei „zutiefst humanistisch und menschlich“, sagte Feuer gestern in Sofia. Sie zeige, wie das Leben in einem Land laufe, das von einem Diktator regiert wird. In Libyen war den Krankenschwestern und dem Arzt vorgeworfen worden, mehr als 400 Kinder in einem Krankenhaus in Bengasi absichtlich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben.

Sie wurden ursprünglich zum Tod verurteilt, dann zu lebenslangen Haftstrafen. 2007 wurden sie schließlich aus Libyen nach Bulgarien abgeschoben und dort begnadigt. Internationale Aids-Experten erklärten die Epidemie mit der schlechten Hygiene in der Kinderklinik.