Richter stoppt Mega-Wasserkraftwerk in Brasilien
In Brasilien hat ein Richter den Bau des weltweit drittgrößten Wasserkraftwerks im Amazonas-Gebiet vorerst gestoppt. Er begründete seine Entscheidung damit, dass Umweltauflagen nicht erfüllt worden seien. Auch die Finanzierung des umgerechnet etwa 8,5 Milliarden Euro teuren Projekts durch Brasiliens staatliche Entwicklungsbank BNDES wurde mit dem Beschluss von Freitag (Ortszeit) vorerst auf Eis gelegt.
Das von Brasiliens Ureinwohnern, Umweltschutzorganisationen und der katholischen Kirche massiv kritisierte Belo-Monte-Kraftwerk am Xingu-Fluss im Bundesstaat Para ist eines der Hauptprojekte der Regierung. Sie will damit die künftige Energieversorgung des boomenden Landes sicherstellen. Das Werk soll eine Leistungskapazität von mehr als 11.000 Megawatt haben. Es sollte in der ersten Phase 2015 in Betrieb gehen.