WKÖ lehnt verpflichtende Frauenquote ab

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Eine Frauenquote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen, wie sie zuletzt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) vorgeschlagen hat, begrüßt die Wirtschaftskammer (WKÖ) - solange sie diese nicht selbst betrifft.

WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser hält eine Quote jedenfalls nicht für „zeitgemäß“ und fordert viel eher gute Rahmenbedingungen. In der WKÖ selbst sind zwei der zehn Präsidenten Frauen.

Bessere „Rahmenbedingungen“ statt Quote

„Die Position der Wirtschaftskammer ist unverändert, wir sind weiterhin gegen gesetzlich verankerte Quoten in privaten Unternehmen“, so Hochhauser gegenüber der APA. Sie drängt darauf, die Rahmenbedingungen - Stichwort Kinderbetreuung - so zu verändern, dass mehr Frauen in Spitzenfunktionen tätig sein können.

Der WKÖ-Generalsekretärin geht es einerseits darum, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sichern und andererseits darum, die Frauen zu motivieren, die notwendigen Grundlagen zu erreichen. Sie verwies hier etwa auf das gemeinsame Projekt „Zukunft.Frauen“ von WKÖ, Industriellenvereinigung und Wirtschaftsministerium. Dadurch sollen Frauen die fachliche Qualifikation für Aufsichtsratsfunktionen erlangen.

Heinisch-Hosek zuversichtlich

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) glaubt ihrerseits jedoch an eine baldige Einigung mit dem Koalitionspartner ÖVP auf eine Frauenquote in Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe. Bei einer Festveranstaltung der SPÖ-Frauen anlässlich „100 Jahre Internationaler Frauentag“ gestern Abend zeigte sie sich zuversichtlich, dass das bereits in den kommenden Wochen der Fall sein könnte.